Rheda-Wiedenbrück Bauhof stellt eigenen Brennstoff her

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Hier und da mögen die Angaben etwas angestaubt erscheinen, insgesamt aber hat sich an den Eckwerten für eine seit 2012 geplante Investition am Bauhof nichts geändert: Er soll eine neue Heizungsanlage bekommen, und zwar eine, die mit Holz befeuert wird.

Von Anonymous User

Der Ausschuss für Grundstücke und Gebäude hat der Verwaltung in seiner jüngsten Sitzung einstimmig den Auftrag erteilt, das Projekt, das etwa zu einem Drittel mit Mitteln aus der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert wird, in Angriff zu nehmen. Schließlich bläst die moderne Anlage den Berechnungen zufolge 83 Prozent weniger Kohlenstoffdioxid (CO2) in die Luft als das Modell, was derzeit seinen Dienst versieht.

Material in Hülle und Fülle

Mehr noch: Den Brennstoff – nämlich Holzhackschnitzel – produziert der Bauhof selbst. Und zwar doppelt so viel, wie benötigt werden wird. Die Fachleute gehen deshalb davon aus, dass rund 600 Schüttraummeter im Jahr weiterhin in den Verkauf gelangen beziehungsweise ihren Weg in städtische Grünanlagen finden.

Aktuell verfügt der Bauhof über vier Gasheizkessel mit einer Gesamtleistung von 340 Kilowatt. Drei der Behälter sind abgängig und sollen nun durch eine zentrale Anlage für das gesamte Gelände ersetzt werden. „Die sind über 30 Jahre alt und müssen jetzt einfach raus“, sagte Alexandra Becker vom Fachbereich Immobilienmanagement. Das Gros des Bedarfs deckt die Holzhackschnitzelanlage mit 250 Kilowatt ab. Weitere 70 Kilowatt liefert der bestehende Spitzenlastkessel im Bereich der Gärtnerei.

Spielraum eingeschränkt

Hackschnitzel fallen in ausreichender Menge bei der Pflege der städtischen Grünflächen an. Sie sollen auf dem Gelände des Bauhofs aufbereitet und getrocknet werden. Dazu will die Kommune eine überdachte Lagerstätte errichten. Die Abläufe werden nicht beeinträchtigt, hieß es während der Sitzung von der Verwaltungsspitze. Weitere Flächen werden für das eigentliche Betriebsgebäude benötigt, das die Hackschnitzelanlage und einen Brennstoffbunker beherbergt. Ob der Nähe zur Autobahn und den damit einhergehenden Abstandsregelungen ist der Spielraum eingeschränkt: Also wird die neue Wärmezentrale unmittelbar an der Gärtnerei hochgezogen.

Abzüglich aller Rücklagen und des Zuschusses von der Klimaschutzinitiative geht die Stadtverwaltung derzeit von einer „bereinigten Investition“ von 305 400 Euro aus.

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