Rheda-Wiedenbrück
Straße „Am Sandberg“ wird Großbaustelle

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Die Straße „Am Sandberg“ wird demnächst zur Großbaustelle. Fahrbahn, Kanalsystem, Fußgängerwege und Bushaltestellen sollen erneuert werden. In der Vergangenheit hatte es immer wieder Bürgerbeschwerden über den schlechten baulichen Zustand der Strecke gegeben.

Montag, 17.02.2020, 17:30 Uhr

Die Zeiten, in denen die 900 Meter lange Straße „Am Sandberg“ von Schlaglöchern und Dellen im Asphalt überzogen ist, könnten bald vorbei sein. Für das Jahr 2021 plant der Landesbetrieb Straßen NRW als zuständiger Baulastträger nach Auskunft der Stadtverwaltung die Sanierung der Huckelpiste. Aufgrund des Umfangs der Maßnahme müssen die Verkehrsteilnehmer jedoch mit Sperrungen und erheblichen Beeinträchtigungen rechnen.

Mit neuer Asphaltdecke ist es nicht getan

Mit einer neuen Asphaltdecke ist es „Am Sandberg“ nämlich bei Weitem nicht getan. Im Rhedaer Rathaus geht man davon aus, dass „die Straße in ihrer gesamten Stärke aufgenommen und erneuert wird“. Demnach soll nicht nur die oberste Schicht, auf der die Autos und Lastwagen fahren, ausgetauscht werden. Auch das darunterliegende Tragwerk soll erneuert werden. Die Stadt verweist in diesem Zusammenhang auf ein Gutachten. Dabei sei festgestellt worden, dass der Fahrbahnaufbau gerade mit Blick auf die enorme Verkehrsbelastung der Strecke unzureichend sei und zudem belastete Altmaterialien enthalte.

Hintergrund

Im Zuge der Bauarbeiten „Am Sandberg“ sollen auch die vorhandenen Bushaltestellen erneuert und nach Möglichkeit vergrößert werden. Hintergrund ist, dass die Ein- und Ausstiegszonen von zahlreichen Schülern der Berufskollegs genutzt werden. Nach Auskunft der Stadt soll beim Ausbau der Bushaltestellen besonderes Augenmerk auf die Verbesserung der Barrierefreiheit und die Sicherheit gelegt werden. Die Stadt plant auch eine Sanierung der seitlich geführten Gehwege. Der Bürgersteig auf der westlichen Seite der Fahrbahn soll nach Möglichkeit ein Hochbord erhalten, um den Nutzern mehr Schutz zu garantieren. Überarbeitet werden soll zudem der vorhandene Zebrastreifen. Der überwiegend von gewerblichen Nutzungen geprägte Straßenverlauf soll grüner werden. Deshalb plant die Stadt insbesondere in den Seitenbereichen die Anpflanzung von Bäumen. Dafür sollen auch Privatgrundstücke genutzt werden. Abstimmungsgespräche mit den Anliegern sollen in diesem Jahr stattfinden. Auch die unterirdischen Abwasserkanäle müssen erneuert werden. Teilweise kann dies nur in offener Bauweise geschehen. Wegen der starken Verkehrsbelastung soll zudem eine Regenwasserklärung eingebaut werden.

Den Ausbaustandard legt nach Auskunft der Kommune der Landesbetrieb fest. Die Behörde habe Bürgermeister Theo Mettenborg in einem persönlichen Gespräch zugesichert, dass die Sanierung im Jahr 2021 erfolgen soll – vorbehaltlich der entsprechenden Mittelbereitstellung durch das Land NRW. Zuletzt hatte der Landesbetrieb in direkter Nachbarschaft eine umfangreiche Straßensanierung vorgenommen: Nord- und Ostring waren in mehreren Etappen generalüberholt worden.

Zahlreiche Zusatzarbeiten nötig

Ähnlich wie seinerzeit dort sitzt bei verschiedenen begleitenden Maßnahmen auch die Stadt mit im Boot. Konkret geht es um die sogenannten Nebenanlagen. Darunter fallen die seitlich geführten Geh- und Radwege, die Haltestellen für den öffentlichen Personennahverkehr und das unterhalb der Straße verlaufende Kanalsystem. Damit nicht ein zweites oder sogar drittes Mal binnen kurzer Zeit „Am Sandberg“ gebuddelt werden muss, sollen die Arbeiten an diesen Gewerken in Abstimmung mit den Arbeiten an der Straße erfolgen.

Wichtige Verbindungsstrecke

Der „Sandberg“ ist eine wichtige Verbindungsachse zwischen Rheda und Wiedenbrück. Er verläuft nördlich der Wiedenbrücker Innenstadt zwischen Holunderstraße und Nordring.

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