Rheda-Wiedenbrück Rosenmontagsbilanz in Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück (kaw) - „Gestern war ein voller Erfolg“, zeigt sich Guido Lütkewitte, Vorsitzender des Rosenmontagskomitees, mit dem Straßenkarneval, der mit dem Umzug durch die Doppelstadt an der Ems seinen Höhepunkt erlebte, zufrieden. Unter dem Motto „Einfach Karneval“ hatten sich nach Auskunft des Cheforganisators 43 Wagen-, Fuß- und Musikgruppen und um die 1000 Aktive am Montag ins Zeug gelegt.

Von Anonymous User

„Es waren viele Besucher da und alle hatten ihren Spaß“, freut sich Lütkewitte im Gespräch mit der „Glocke“ über die Resonanz. Trotz zuvor stürmischen Wetters habe ein Ausfall des Rosenmontagsumzugs im Sicherheitsstab nie zur Diskussion gestanden, blickte Lütkewitte zurück. Diesem Kreis würden Vertreter von Stadt, Rosenmontagskomitee, Polizei und Feuerwehr angehören, die sich an den Prognosen des Deutschen Wetterdienstes orientierten. Kurzzeitig habe die Weiberkarnevalsparty auf der Kippe zu stehen gedroht, aber dennoch stattfinden können.

Nur die Schlüsselübergabe wird verlegt

Lediglich die Schlüsselübergabe ans Prinzenpaar habe wegen der angekündigten Windgeschwindigkeiten am Sonntag vom Festzelt „Auf der Schanze“ ins Rathaus Rheda verlegt werden müssen. Zwar gebe es im Zelt mehr „Laufkundschaft“, doch so äußert Lütkewitte: „Wir waren damit gut zufrieden.“ Zum Beispiel sei eine Abordnung der Bauernschützen mit von der Partie gewesen. Mit Blick auf den sich durch Rheda und Wiedenbrück schlängelnden Lindwurm stellt der Emsstädter fest: „Die Kölner haben mehr Wasser gekriegt als wir.“ Beim Umzug in der Doppelstadt habe es lediglich die letzte halbe Stunde genieselt.

Vorfall in Volkmarsen macht betroffen

Überschattet wurden die fröhlichen Aktivitäten bundesweit von dem schrecklichen Vorfall in Volkmarsen, wo ein 29-Jähriger beim Rosenmontagsumzug in die Menge fuhr und mehr als 50 Menschen verletzte. Die Nachricht aus dem nordhessischen Ort erreichte den Vorsitzenden des Rheda-Wiedenbrücker Rosenmontagskomitees während des hiesigen Umzugs und habe ihn betroffen gemacht. Besonders schlimm sei, dass es so viele Kinder getroffen habe. Zusätzliche mobile Straßensperren wie sie nach dem Anschlag auf dem Weihnachstmarkt auf dem Breitscheidplatz in Berlin in Rheda-Wiedenbrück für das närrische Treiben eingeführt worden seien, sind, so die Einschätzung Lütkewittes, „leider Gottes notwendig“.

Sexuelle Belästigung angezeigt

Die Polizei teilt in ihrer Rosenmontagsbilanz mit, dass im Kreis Gütersloh im gesamten Tages- und Nachtverlauf 19 Einsätze verzeichnet wurden, die mit dem Karneval im Zusammenhang stehen. In Rheda-Wiedenbrück habe eine Frau eine sexuelle Belästigung angezeigt. Gegen den beschuldigten 17-Jährigen sei ein Strafverfahren eingeleitet worden. Auffällig gewesen sei die Anzahl Jugendlicher, die schon vor dem Besuch der Veranstaltung erheblich Alkohol konsumiert hatten. Im Rahmen der Jugendschutzkontrollen seien sie teilweise dazu aufgefordert worden, ihre alkoholartigen Getränke abzugeben. Insgesamt sei laut Behörde das Karnevalswochenende kreisweit aus polizeilicher Sicht eher ruhig verlaufen.

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