Rheda-Wiedenbrück
Suche nach vermissten Männern

Rheda-Wiedenbrück/Siegen (lani/gl) - Gerade noch hat die Polizei über einen zumeist unauffälligen Straßenkarneval in Rheda-Wiedenbrück berichtet, da vermeldet sie doch noch eine Hiobsbotschaft. In Wiedenbrück wird seit Rosenmontag ein 59-Jähriger vermisst. Auch in Siegen gibt es einen Vermisstenfall.

Mittwoch, 26.02.2020, 08:57 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 10:47 Uhr

Derzeit werde gemeinsam mit weiteren Rettungskräften im Bereich Wiedenbrück nach Frank H. gesucht, teilt die Gütersloher Behörde mit. Man habe alle verfügbaren Kräfte hinzugezogen, erläutert Polizeisprecherin Katharina Felsch gegenüber der „Glocke“. Auch mit Booten und Rettungshunden werde dabei nach dem Vermissten gesucht.

Mann könnte in Ems gefallen sein

Der 59-Jährige war zuletzt Rosenmontag an der Langen Straße im Bereich Wiedenbrück gesehen worden. Es sei daher nicht auszuschließen, dass er in die Ems gefallen sei, die sich in unmittelbarer Nähe befindet. „Wir müssen mit allem rechnen“, betont Felsch. Sein zu dem Zeitpunkt genutztes Pedelec sei mittlerweile entdeckt worden.

Frank H. ist ca. 177 cm groß, schlank, hat graues, eher lichtes Haar und trägt eine schwarze Brille. Er ist bekleidet mit einer blauen Jeans und eine schwarze Jacke mit Kapuze. Die Polizei bittet um Mithilfe. Hinweise und Angaben dazu nimmt die Dienststelle in Gütersloh unter 05241/8690 oder unter dem Polizeiruf 110 entgegen.

Auch in Siegen wird ein Mann vermisst

Einen weiteren Vermisstenfall meldet derweil die Polizei in Siegen. Dort wird ein 30 Jahre alter Mann seit einer nächtlichen Karnevalstour am Sonntag vermisst. Die Suche nach ihm wurde am Mittwochmorgen fortgesetzt, wie ein Sprecher der Polizei mitteilte. Man gehe davon aus, dass der 30-Jährige in den Fluss gefallen sei.

Der Mann war nach Angaben seiner Begleiter, mit denen er Karneval gefeiert habe, in der Nacht zum Sonntag gegen 0.30 Uhr unterhalb einer Siegbrücke an den Fluss gegangen, um dort auszutreten, berichtete die Polizei. Von dort sei er nicht zurückgekehrt.

Am Montagnachmittag hätten Angehörige den 30-Jährigen vermisst gemeldet. Nach Polizeiangaben hat der Fluss derzeit Hochwasser und eine starke Strömung.

Stürzte der 30-Jährige in die Sieg?

Bereits am Dienstag hatte sich die Vermutung erhärtet, dass der 30-Jährige in den Fluss gestürzt war. Ein Spürhund konnte die Fährte des Vermissten von einer Gaststätte bis zur Sieg verfolgen. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann an der Stelle ins Wasser gestürzt ist.

Feuerwehr, DLRG und Polizei suchten den Fluss am Dienstag ab. Unterstützt wurden die Suchkräfte aus der Luft von einem Hubschrauber und einer Drohne. Die Polizei bat darum, den Vermissten nicht auf eigene Faust zu suchen. Wegen des Hochwassers bestehe am Flussufer Lebensgefahr.

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