Rheda-Wiedenbrück Batenhorster holt olympisches Gold

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Etwa ein Jahr lang hat sich Jakob Albermann auf dieses Ereignis vorbereitet, am Ende wurden die Mühen mit gleich zwei Medaillen belohnt: Für den Batenhorster sowie seine Mitstreiter gab es bei den Olympischen Spielen der Köche in Stuttgart Gold und Silber.

Von Anonymous User

Es sind besondere Anforderungen, die die erfahrenen Preisrichter bei dem alle vier Jahre stattfindenden Wettbewerb der Küchenprofis im Rahmen der Internationalen Kochausstellung (IKA) an die Akteure am Herd stellen. Der Geschmack ist nur ein Aspekt von vielen, der am Ende stimmen muss. Haptik und Hygiene, Arbeitstechnik, Regionalität und sogar Nachhaltigkeit sind einige von etlichen Punkten, die bei der späteren Bewertung ebensolche mit sich bringen.

Wettbewerb hält zahlreiche Herausforderungen bereit

Jakob Albermann ist einer von fünf Nachwuchsköchen, die sich für die deutsche Junior-Nationalmannschaft (bis 25 Jahre) qualifizieren konnten. „Genauso wichtig ist allerdings der Support“, sagt der Teamplayer, und verweist auf die zahlreichen Unterstützer im Hintergrund, die schneiden, putzen, rühren und sonst-noch-was erledigen, sich um all das kümmern, wozu den Profis in der ersten Reihe gerade nicht der Kopf steht.

Im elterlichen Betrieb in Batenhorst, dem Landgasthaus Albermann, hatten die jungen Talente im Mai ihr Trainingslager aufgeschlagen („Die Glocke“ berichtete). Dort und in etlichen anderen Häusern bereitete Trainer Paul Emde aus Frankfurt seine Schützlinge auf den Wettbewerb vor.

Die jungen Leute standen zunächst vor der Herausforderung, ein dreigängiges Menü für 65 Personen zuzubereiten, später dann ein Vier-Gänge-Büfett zu richten, bestehend aus Fingerfood, einer Fischplatte, einem warmen Hauptgang unter Verwendung von Kaninchenfleisch und Dessert mit warmen ebenso wie kalten Komponenten. Dabei achten die Preisrichter insbesondere darauf, dass wenig Abfälle produziert und möglichst viele Lebensmittel in Gänze verwendet werden.

Ausbildung absolviert Jakob Albermann als Jahrgangsbester

2018 hat der 23-jährige Jakob Albermann seine Ausbildung im Gütersloher Parkhotel abgeschlossen – als Jahrgangsbester. In den darauffolgenden zwölf Monaten bot der Arbeitgeber dem jungen Mann die Möglichkeit, sein Talent auch in exklusiven und namhaften Partnerbetrieben unter Beweis zu stellen.

Zuletzt verstärkte das Nachwuchstalent das Team in Brenners Parkhotel in Baden-Baden als Chef de Partie für seinen Spezialbereich Fisch, Fleisch und Soßen. Am morgigen Samstag wird er sich auf den Weg nach Hamburg machen, wo er im Restaurant des Fünf-Sterne-Luxushotels „The Fontenay“ seine Kenntnisse in der gehobenen Haute Cuisine weiter verfeinern möchte.

Superior-Luxushotel in Hamburg ist nächste Station

In einigen Jahren möchte Jakob Albermann den elterlichen Betrieb in Batenhorst übernehmen und seine Talente in die dortige Küche einfließen lassen – sehr zur Freude seiner Eltern Birgit und Heiner. Zunächst aber will er weiter dazulernen. Und zwar als Chef de Partie im Superiorhaus „The Fontenay“ in Hamburg, wo seine Freundin Jana, die ebenfalls aus Rheda-Wiedenbrück stammt, eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau im Hyatt absolviert. An diesem Wochenende siedelt das Paar in den Norden über.

Dass er Koch werden würde, sei für ihn schon immer klar gewesen, hat Jakob Albermann unlängst in einem Interview gesagt, das er seinem Branchenverband gegeben hat. Schon früh habe er seinen Eltern über die Schulter geschaut. Auch nach der Berufsberatung in der Schule sei er bei der Entscheidung geblieben. „Außerdem wäre es wirklich schade, wenn unser Familienbetrieb in der dritten Generation nicht weitergeführt werden würde. Als im Laufe der Ausbildung dann die ersten Erfolge kamen und auch die Bestätigung, hatte ich immer mehr Spaß daran“, äußerte der junge Mann im Gespräch mit dem Verband der Köche Deutschlands.

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