23-jähriges Nachwuchstalent kommt aus Rheda-Wiedenbrück Edgar Koller, bester Polsterer

Rheda-Wiedenbrück (WB). Edgar Koller aus Rheda-Wiedenbrück ist 23 Jahre jung und darf sich bester Polsterer-Nachwuchs in Deutschland nennen. Sein Rüstzeug lernte er beim Sitzmöbelhersteller Cor in Rheda-Wiedenbrück. Die bundesbesten IHK-Auszubildenden des letzten Prüfungsjahrgangs wurden im Dezember von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer in Berlin ausgezeichnet. Unter ihnen waren auch sechs junge Leute aus Ostwestfalen.

Von Waltraud Leskovsek
Edgar Koller ist der beste Polsterer in Deutschland. Die Ausbildungsfirma Cor ist stolz auf ihr Nachwunschtalent.
Edgar Koller ist der beste Polsterer in Deutschland. Die Ausbildungsfirma Cor ist stolz auf ihr Nachwunschtalent. Foto: Waltraud Leskovsek

2019 gab es insgesamt 206 Bundesbeste in 198 Ausbildungsberufen. Das Bundesland Nordrhein-Westfalen war mit 44 Bundesbesten am stärksten vertreten. Mehr als 1000 Gäste nahmen an der feierlichen Preisverleihung, die von der Entertainerin Barbara Schöneberger moderiert wurde, in Berlin teil. Edgar Koller war mit seiner Familie für zwei Tage in der Bundeshauptstadt und erinnert sich noch gut an die grandiose Feier. Er bekam als Anerkennung für seinen Gewinn eine Urkunde und einen Pokal.

Ein Beruf, der zu ihm passt

Viel wichtiger ist für Koller aber, dass er einen Beruf gewählt hat, der zu ihm passt und den er mit Leidenschaft ausübt. Dabei kam er eigentlich nur durch Zufall zu diesem Beruf. Nach der Höheren Handelsschule absolvierte er einfach mal nur zum Hereinschnuppern ein kurzes Praktikum in der Traditionsfirma. Schnell spürte er, dass ihm ein handwerklicher Beruf, obgleich es ein Industriebetrieb ist, liegt. Er absolvierte seine dreijährige Ausbildung dort und ist sich heute, nachdem er praktisch wie auch theoretisch seine Prüfung in jedem Bereich mit „sehr gut“ abgeschlossen hat, sicher, den richtigen Beruf gewählt zu haben. „Ich finde den Beruf unglaublich vielseitig, weil wir vom Schaum aufkleben über Stoffzuschnitte und Nähen bis hin zum eigentlichen Polstern alles lernen“, erklärt er.

Viele Firmen gibt es nicht mehr, die noch in Deutschland produzieren. Koller musste die Berufsschule in Herford besuchen und auch dort saß er lediglich mit 20 anderen Polsterern in einer Klasse. In der praktischen Prüfung bekam er die Aufgabe, einen Sessel zu fertigen. Lediglich das Holzgestell wurden den Auszubildenden zur Verfügung gestellt. Eine Aufgabe, die Koller mit Bravour meisterte. So wurde er Bester in Ostwestfalen, anschließend in Nordrhein-Westfalen und dann Landesbester.

Besuch der Meisterschule ist noch offen

Jetzt möchte der talentierte junge Mann, auf den auch die Geschäftsleitung der Firma Cor mit Leo Lübke an der Spitze mächtig stolz ist, erst einmal im Betrieb bleiben. „Vielleicht gehe ich noch mal zur Meisterschule, aber genau weiß ich es noch nicht“, sagt er. Am liebsten sei er in der Grundpolsterei tätig. Das sei schon während der Ausbildung so gewesen.

Schön ist es für Koller auch, dass Cor mit 220 Mitarbeitern eine überschaubare Größe hat, zwar ein Industriebetrieb ist, aber mit ganz viel Handwerk, und dass die Mitarbeiter sich alle gut untereinander kennen. Durch seine nette, hilfsbereite Art ist der junge Polsterer auch bei seinen Kollegen sehr beliebt. In seiner Freizeit spielt er gerne mit seinen Freunden Fußball, geht joggen und schraubt gerne an seinem Auto. Cor bildet neben den Polsterern auch in dem Beruf Näher und in der Verwaltung aus.

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