171 Kinder und Jugendliche sammeln in St. Clemens und St. Pius mehr als 27.000 Euro
Sternsinger machen richtig Strecke

Rheda-Wiedenbrück (WB). 78 Sternsinger  der St.-Pius-Gemeinde aus Wiedenbrück, darunter evangelische, syrisch-orthodoxe sowie katholische Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 17 Jahren, sind am Wochenende von Haus zu Haus gezogen. Sie erteilten ihren Segen und sammelten Spenden. Nach Angaben der Gemeinde kamen dabei mehr als 11.000 Euro zusammen.

Donnerstag, 09.01.2020, 09:30 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 07:40 Uhr
78 Sternsinger der St.-Pius-Gemeinde aus Wiedenbrück, darunter evangelische, syrisch-orthodoxe und katholische Kinder und Jugendliche im Alter von fünf bis 17 Jahren, sind am Wochenende von Haus zu Haus gezogen. An Spenden kamen dabei um die 11.000 Euro zusammen.

Das Gebiet der St.-Pius-Gemeinde ist in den vergangenen Jahren durch einige Neubaugebiete stark gewachsen. Daher war es für die 78 Sternsinger eine große Herausforderung, die einzelnen Straßen abzulaufen.

Im Stadtteil Rheda 16.357 Euro gesammelt

In der Gemeinde St. Clemens im Stadtteil Rheda waren 93 Jungen, Mädchen und Erwachsene als Sternsinger unterwegs, um den Menschen den Segen Gottes zu bringen. Unter dem Motto „Frieden! Im Libanon und weltweit“ sammelten sie nach Gemeinde-Angaben 16.357 Euro für Kinderhilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa sowie für das Projekt „Avicres“, das sich um Straßenkinder in Brasilien kümmert.

Bedingt durch die Ferienzeit waren demnach in Rheda weniger Gruppen unterwegs als in den Vorjahren, dafür liefen die Kinder und Jugendlichen, die vielfach von Erwachsenen begleitet wurden, sowohl am Samstag als auch am Sonntag. Einige Gruppen traten gleich in mehreren Bezirken auf, Teams sogar in fünf. Trotzdem sei nicht jedes Haus zu schaffen gewesen.

Wer gerne noch etwas spenden und einen gesegneten Aufkleber für sein Haus haben möchte, kann sich im Pfarrbüro St. Clemens zu den üblichen Öffnungszeiten unter Tel. 05242/44306 melden.

Brauch des Sternsingens ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar

Sternsinger-Gruppen ziehen in der Zeit von Weihnachten bis zum Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar durch die Gemeinde, bringen an den Türen von Häusern und Wohnungen den Sternsingersegen an, inzensieren mit Weihrauch und sammeln auch Geld für wohltätige Zwecke. Der Heischebrauch des Sternsingens ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar und wird auch als Dreikönigssingen (regional auch Dreikönigsingen) bezeichnet.

Das Sternsingen geht laut Wikipedia auf die Erwähnung der Weisen oder Sterndeuter in der Bibel Mt 2,1 EU zurück. Im sechsten Jahrhundert wurden auf Grund ihrer drei Gaben Gold, Weihrauch und Myrrhe (Mt 2,11 EU) drei Personen vermutet. Aus den Sterndeutern wurden im achten Jahrhundert Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Diese Könige wurden teilweise als Heilige verehrt. Ihre Reliquien befinden sich im Kölner Dom.

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