Neuer Verein »Mentor« will Grundschulkindern beim Lernen helfen Hier geht’s um den Spaß am Lesen

Rheda-Wiedenbrück (WB). Egal ob mit Comic, Fußballzeitschrift oder Kinderbuch – ein neuer Verein möchte Grundschulkinder aus Rheda-Wiedenbrück für das Lesen begeistern. Hinter dem Projekt »Mentor« verstecken sich sechs engagierte Köpfe.

Von Waltraud Leskovsek
Die Köpfe hinter dem im Juni in Rheda-Wiedenbrück gegründeten Verein »Mentor – die Leselernhelfer«: Vorsitzende Tanja Musolf, Daniela Dürbusch, Marita Grochtdreis, Sandra Sprang, Christina Meier und Sven Jacobsen.
Die Köpfe hinter dem im Juni in Rheda-Wiedenbrück gegründeten Verein »Mentor – die Leselernhelfer«: Vorsitzende Tanja Musolf, Daniela Dürbusch, Marita Grochtdreis, Sandra Sprang, Christina Meier und Sven Jacobsen.

Ziel des Vereins ist es, Grundschulkindern, denen das Lesen schwerfällt, mindestens ein Jahr lang einen ehrenamtlichen Lesementor zur Seite zu stellen. Durch das gemeinsame Lesen altersgemäßer Texte nach den Wünschen des Kindes sowie durch das Sprechen und Erzählen über das Gelesene, aber auch durch Rätsel und Lesespiele wecken die Lesementoren die Leselust der Kinder und verbessern so ihre Defizite. Hierzu begleitet immer ein Mentor ein Kind über den Zeitraum von mindestens einem Jahr bei einem wöchentlichen Treffen.

Neun ehrenamtliche Mentoren sind schon dabei

Der Rheda-Wiedenbrücker Verein entsteht unter dem Dach des Bundesverbandes »Mentor – Die Leselernhelfer«, der 2008 gegründet wurde. Der Bundesverband umfasst mittlerweile deutschlandweit 85 Vereine und elf kooperierende Initiativen. Auch in Bielefeld und Paderborn gibt es das Projekt seit zehn Jahren. In Rheda-Wiedenbrück fiel der Startschuss im Juni, hinter der Initiative stecken Tanja Musolf, Daniela Dürbusch, Marita Grochtdreis, Sandra Sprang, Christina Meier und Sven Jacobsen. Gestartet wird das Projekt aktuell an zwei Grundschulen: der Parkschule in Rheda sowie der Eichendorff-Postdamm Schule in Wiedenbrück.

»Wir freuen uns sehr über die positiven Rückmeldungen, die wir bekommen haben, als wir mit verschiedenen Personen in Rheda-Wiedenbrück über die Idee für das Projekt gesprochen haben. Somit ist es uns schnell auch gelungen, bereits neun ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren zu finden, die die ersten Kinder begleiten werden. Natürlich hoffen wir auf viele weitere Lesehelfer, damit noch mehr Kinder von der Initiative profitieren können. Zudem wäre es dann möglich, das Engagement an weitere interessierte Schulen in Rheda-Wiedenbrück auszudehnen«, sagt Tanja Musolf, Vorsitzende des Vereins.

Das Ziel soll mit Spaß erreicht werden

Und so funktioniert »Mentor«: Die Lehrer identifizieren Kinder mit Förderbedarf und holen das Einverständnis der Eltern ein. Wenn dieses vorliegt, kann der Verein Lesehelfer und Kind zusammenbringen. Die Treffen finden zu abgesprochenen festen Zeiten in der Schule statt. Die Mentoren werden vor Beginn ihrer Arbeit geschult und bekommen entsprechende Materialien und Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Ausschlaggebend für die Auswahl der Texte sind der Lernstand sowie die Interessen jedes Kindes. Spaß steht an erster Stelle, um das Ziel zu erreichen, die Lese- und Sprachkompetenz zu fördern und den Kindern so Selbstvertrauen, Stärke und Mut als bessere Ausgangsbasis für ihr zukünftiges Leben zu geben. Weitere Informationen unter www.mentor-rheda-wiedenbrueck.de

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