Kunstpreis-Gewinnerin Frauke Dannert zeigt Lichtinstallation am Rathaus in Rheda
Leuchtende Akzente auf nacktem Beton

Rheda-Wiedenbrück (WB/GG). Als die Kölner Künstlerin Frauke Dannert 2017 den »Brachum Kunstpreis« gewann, ging sie die Verpflichtung ein, Kunst im öffentlichen Raum erlebbar zu machen. Diesem Auftrag kam sie nun nach.  Am Freitag und Samstag war das Ergebnis einer fast zweijährigen Vorbereitungszeit in Rheda-Wiedenbrück zu sehen.

Montag, 04.11.2019, 09:15 Uhr aktualisiert: 04.11.2019, 09:20 Uhr
Die Lichtinstallation setzt am Rathaus Akzente: (von links) Bürgermeister Theo Mettenborg, Frederic Lindemann (Sound-Komponist), Künstlerin Frauke Dannert und der Jury-Vorsitzende Roland Nachtigäller. Foto: Gabriele Grund

Bürgermeister Theo Mettenborg nannte die Lichtinstallation von Frauke Dannert auf der Rathausfassade einen »kleinen historischen Moment«. So mancher Zuschauer hätte sich dagegen etwas mehr Farbe und Abwechslung gewünscht. 

Ganze 7,5 Minuten dauerte die von Frauke Dannert erarbeitete Lichtinstallation, in deren Mittelpunkt das Rhedaer Rathaus lag. Mit einigen auf die Farbe Weiß reduzierten Balken und einer begleitenden, meditativen Klangkulisse von Frederic Lindemann setzte die Künstlerin die architektonischen Besonderheiten des Rathauses in Szene. Zwei Jahre hatte sich Frauke Dannert mit der Stadt beschäftigt. »Ich habe überlegt, was das Prägnanteste ist.« Das Rathaus habe sie ausgewählt, weil sie es als kontrovers diskutiertes Gebäude wahrgenommen habe. Mit ihrer sich wiederholenden Lichtcollage wollte sie die Blicke der Zuschauer auf verschiedene Stellen lenken, um auf die skulpturalen Qualitäten des Gebäudes aufmerksam zu machen.

Roland Nachtigäller, Kunstpreis-Jury-Vorsitzender und Künstlerischer Direktor des Marta Herford, sagte, dass ihn das 1974 von Harald Deilmann konzipierte, von simpler Betonästhetik geprägte Rathausgebäude an ein Schiff oder Silogebäude erinnere. »Heute erscheint uns das, was in den 70er und 80er Jahren als utopistisch oder auch als nach vorne gedacht erschien, als etwas, was wir gerne wieder loswerden möchten«, so Nachtigäller. Dabei seien es Architekturen wie das Rathaus wert, sie genauer in den Blick zu nehmen. Die Lichtinstallation von Frauke Dannert führe bestimmte Konstruktionsformen, Linienführungen und Proportionen vor Augen.

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