Drei ehemalige Stadträte fordern Überarbeitung der Doktorplatz-Pläne
»Pflaster-Feinschliff ist zu teuer«

Rheda-Wiedenbrück (WB). Wenn es mit dem geplanten Beginn der Bauarbeiten am Doktorplatz zum 8. September nichts wird, wonach es ja im Augenblick ausschaut (das WESTFALEN-BLATT berichtete) , so liegt in der zeitlichen Verzögerung für die drei »Ratsrentner« auch eine Chance.

Mittwoch, 07.08.2019, 09:30 Uhr
Vom Doktorplatz schweift der Blick an der Münze vorbei zum Steinweg und dem Schlossturm im Hintergrund. Das Trio der Ratsrentner weiß sich mit dem Fürstenhaus darin einig, dass sich das in der aktuellen Planung nur ungenügend darstellt. Foto: Tim Bergheim

Manfred Hegel, Klaus Bartscher und Peter Kliche, die die Planungen zur Neugestaltung des Areals intensiv begleitet haben, regen jedenfalls an, »über aus unserer Sicht unstimmige Details an der Neugestaltung noch einmal gemeinsam nachzudenken.«

Einmal mehr bringen sie dabei die von ihnen von Anfang an geforderte öffentliche Toilettenanlage in diesem Bereich ins Spiel. Geeigneter Standort wäre etwa neben der Auffahrt zum benachbarten Parkdeck. Auch die Kenntlichmachung der historischen Sichtachse zwischen Altstadt und Steinweg, die in der aktuellen Planung eher an einen »verstümmelten Zebrastreifen« erinnere, so Hegel, solle noch einmal überdacht werden. Da weiß sich das Trio mit dem Fürstenhaus darin einig, dass »diese über den gesamten Platz verlaufen sollte«. Sehr kritisch sehen die drei ehemaligen Ratsmitglieder auch die Pläne, das vorhandene Grauwacke-Pflaster abzuschleifen, um den Platz ebener und so für ältere Menschen besser begehbar zu machen. Gleich neue Steine verlegen, lautet die Devise: »Das geht viel schneller und kostet wahrscheinlich weniger.«

Zwar würden in der Platzmitte Bäume gefällt, um den Platz besser bespielbar zu machen, »doch dann stellt der Planer rings um den Teppich Laternen auf, die das wieder konterkarieren«, so das Trio, das weiter für eine zentrale Ausleuchtung plädiert. Weiterer Knackpunkt ist für die drei Herren die geplante Treppenanlage vor dem Gasthaus Münze. »Brauchen wir nicht« heißt es kategorisch. Zumal bei Starkregen die Gefahr bestehe, dass über diese Treppe die Münze voll laufe, weil der Platz dorthin Gefälle aufweise.

Noch längst nicht verwunden hat der Trio auch, dass seine Idee von einer Bühne auf dem Doktorplatz keinen Gefallen im Rathaus gefunden hatte. Inzwischen ist auch nicht mehr von einer festen Bühne die Rede. Manfred Hegel bringt vielmehr noch einmal eine mobile Bühne ins Gespräch, die sich bei Bedarf an jeder Stellen der Stadt schnell aufbauen ließe. Motorisch betriebene Elemente ließen sich etwa von lediglich einer Person aufstellen.

Egal, wann denn nun das Soester Planungsbüro BSL endlich seine Arbeiten abschließt, und egal wann die Bauarbeiten beginnen, einig ist sich das Trio darin, »dass bei der Vergabe Bauunternehmen zum Zuge kommen sollten, die auf Zack sind.« Denn dann müsse es möglich sein, einen nicht sonderlich großen Platz auch in drei, vier Monaten fertig stellen zu können.

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