St.-Sebastian-Bürgerschützen: Markus Grundkötter ist neuer König
Heißes Duell zwischen Vater und Sohn

Rheda-Wiedenbrück (WB). Spannend wie lange nicht ist das Ringen um die Königswürde der St.-Sebastian-Bürgerschützen verlaufen: Bis ins siebte Stechen führte ein Vierkampf, der zuletzt in einem Vater-Sohn-Duell gipfelte, das Markus Grundkötter schließlich für sich entschied.

Montag, 05.08.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 05.08.2019, 12:20 Uhr
Am Ende die ruhigste Hand gehabt: Nach einem spannenden Stechen jubelt der neue Wiedenbrücker Schützenkönig Markus Grundkötter auf den Schultern seiner Kameraden über seinen Sieg. Der Fertigungstechniker ist verheiratet, seine Andrea macht er zur Königin. Foto: Tim Bergheim

Im entscheidenden Moment hatte er wohl die ruhigere Hand. Sohn Timo schoss schließlich nur eine Neun und musste dem Vater mit dessen Zehn den Vortritt lassen. Unter dem Jubel der Zweiten Kompanie, der er angehört, ließ sich Wiedenbrücks Schützenkönig 2019 dann hoch auf den Schultern der Kameraden ausgiebig feiern.

Sohn Timo schießt nur eine Neun

Zunächst hatten noch Geschäftsführer Marc Michel und Timos Onkel Ralf mit Vater und Sohn mithalten können, bevor beide dann auch Nerven zeigten und ausschieden.

Wiedenbrücks neuer Schützenkönig gehört den Sebastianern schon seit drei Jahrzehnten an. Der 48-Jährige arbeitet bei der Firma Westfalen Mobil am Sandberg und ist dort als Fertigungsmechaniker tätig. An seiner Seite grüßt seine Gattin Andrea als Schützenkönigin. Die 47-Jährige ist seit 21 Jahren im Verein. Beruflich lenkt sie bei der Firma Mertens einen Omnibus.

Stolz präsentierte Markus Grundkötter den Sebastianern am Abend nach seinem Sieg einen strahlend jungen Thron, dessen Durchschnittsalter deutlich unter 30 Jahren liegt. Das Throngefolge bilden die Paare: Maik Rieke und Kim Wohlfahrt, Timo und Luisa Grundkötter, Christian Meyer und Lena Grundkötter sowie Roni und Daniela Aust.

Hegazi ist König der Jungschützen

Mit einer Premiere der besonderen Art hatte das Wiedenbrücker Schützenfest am Freitag begonnen: Am Auftaktabend waren diesmal die Jungschützen mit ihrem Königsschießen an der Reihe. Weil das in den späten Abend hinein reichte, endete es als erstes »Flutlicht-Schießen«. Im Dämmerlicht hatte schließlich der Hauptmann der Jungschützen die besten Augen, die ruhigste Hand: Akram Mathias Hegazi machte dem stolzen Wappenvogel mit dem 134. Schuss endgültig den Garaus.

Die begehrten Insignien des Adlers hatten sich zuvor gesichert: Tim Weckheuer mit dem 13. Schuss die Krone, Stefan Schlepphorst mit Treffer 21 den Apfel und Marcel Gödecke mit dem 60. Schuss das Zepter.

Arnold Brockamp 70 Jahre Schützenbruder

Unter den Jubilaren, die für langjährige Vereinstreue geehrt wurden, nimmt Arnold Brockamp eine besondere Position ein: Er erhielt für 70 Jahre Mitgliedschaft den Treueorden der Sebastianer. Stolze 60 Jahre sind Ferdi Klodt, Werner Knöbel und Hans Leweling in den Reihen der Bürgerschützen.

Drei Auszeichnungen hatte der Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften an verdiente Sebastianer verliehen: Michael Zwoll erhielt das Silberne Verdienstkreuz, Lorenz Stienemeier den Hohen Bruderschaftsorden und Ex-Major Adolf Eustermann das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz.

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