Gastronomen fordern raschen Umbau des Rhedaer Doktorplatzes
Keine Lust auf Dauerbaustelle

Rheda-Wiedenbrück (WB). Der Doktorplatz am Rande der Rhedaer Altstadt lebt von der Außengastronomie. »Gäbe es die nicht, wäre der Platz tot«, lautet das Credo der drei »Ratsrentner« Manfred Hegel, Klaus Bartscher und Peter Kliche, die sich intensiv mit der Umgestaltung des Areals beschäftigen.

Sonntag, 04.08.2019, 09:30 Uhr aktualisiert: 04.08.2019, 09:40 Uhr
An zwei, drei Stellen ginge noch was zu ändern: Mit dem Bauplan für den neuen Doktorplatz beschäftigten sich die drei »Ratsrentner« und die umliegenden Gastronomen: (von links) Peter Kliche, Christoforos Kyriakidis, Vaios Manafas, Jürgen Monkenbusch, Klaus Bartscher, Tanja Mathieu und Manfred Hegel. Foto: Tim Bergheim

Und weil das so ist, fordert das Trio kategorisch: »Der Umbau muss zum 1. April 2020 fertig abgeschlossen sein.« Allenfalls etwas weiter in den Monat hinein dürfe gebaut werden, »aber zum 1. Mai muss der Platz offiziell eingeweiht werden, wenn die Saison der Außengastronomie richtig los geht.«

Wie und wann konkret die Bauarbeiten laufen, ist für Gastronom Jürgen Monkenbusch von eher untergeordneter Bedeutung. Wenn er sagt: »Ich will nur den Sommer über in Ruhe meinem Geschäft nachgehen«, dann spricht er auch im Namen seiner Kollegen.

Eigentlich sollte es mit der Umgestaltung des Doktorplatzes direkt nach dem Altstadtfest am 8. September losgehen. Dass da noch reichlich Sand im Getriebe ist und dieser Zeitplan wohl nicht gehalten wird, sorgt bei dem Trio jetzt für Enttäuschung und Verärgerung gleichermaßen. Verärgert ist man, weil man trotz bislang guter Zusammenarbeit mit dem Rathaus nicht wie vom Bürgermeister versprochen direkt über signifikante Änderungen informiert wurde. Stattdessen erfuhr man von dem Planungsdilemma, als man Einblick in einen Brief erhielt, in dem der Technische Beigeordnete Pfeffer die Ratsmitglieder über die Situation informiert hatte. Darin teilte Pfeffer dem Rat »aufrecht meine Sorge mit, dass es infrage steht, ob wir in diesem Jahr noch mit den Arbeiten beginnen können.«

»Die Schuld an dem aktuellen Wirbel trägt nicht die Stadtverwaltung«, bekräftigt Hegel im Namen des Trios. Vielmehr habe es das Planungsbüro BSL nicht geschafft, Pläne und Ausschreibungen zeitgerecht fertig zu stellen. Allerdings räumt man auch ein, dass man im Rathaus früher hätte erkennen müssen, dass da etwas terminlich schief läuft.

In jedem Fall möchten die Gastronomen keine Dauerbaustelle vor ihrer Tür haben. Auch eine Fertigstellung in einzelnen Bauabschnitten schließen sie aus: »Dann hat der andere Teil immer noch den Baulärm und Dreck vor der Tür«. Oder wie es Jürgen Monkenbusch lakonisch formulierte: »Ob der Bau jetzt im September oder erst im September 2020 los geht, oder ob er ein halbes oder nur ein Vierteljahr dauert, ist für mich Nebensache, wir möchten nur im Sommer in Ruhe hier arbeiten.«

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