Kinder basteln in der »Werkstatt Wunderhäuschen« mit Plastikabfällen
Von wegen Müll!

Rheda-Wiedenbrück  (WB). Philipp und Louis haben eine Stadt gebaut aus alten Joghurtbechern, Kekspackungen, Deckeln und Menschen aus Wellpappe. Dean hat ein Motorrad mit drei Rädern gebastelt und die achtjährige Soraya hat aus Kunststoffmüll einen kleinen Pool mit einer Treppe aus einem Strohhalm.

Donnerstag, 01.08.2019, 06:34 Uhr aktualisiert: 01.08.2019, 06:40 Uhr
Die Kinder arbeiten trotz der Sommerhitze konzentriert und mit viel Fantasie mit. Im Rahmen der »Werkstatt Wunderhäuschen« fertigen sie Objekte aus Verpackungen und Gegenständen, die im Plastikmüll gelandet sind. Foto: Waltraud Leskovsek

Wunderhäuschen im Bleichhäuschen

Das sind nur einige Beispiele von kleinen Kunstwerken, die Kinder und Jugendliche im Rahmen der Werkstatt Wunderhäuschen im Bleichhäuschen an zwei Tagen gefertigt haben. Soraya ist schon öfter dabei gewesen. Sie findet es toll, dass sie ihre Ideen umsetzen kann und so viel Material zur Verfügung steht. Sie bastelt zwar auch zu Hause gerne, doch im Bleichhäuschen macht es ihr besonders Spaß.

Sommerworkshop ist für Kinder ein Highlight

Seit vielen Jahren ist der Sommerworkshop im Bleichhäuschen ein Highlight, weil er für alle Kinder ist und zudem kostenlos. Bleichhäuschen-Leiterin Melanie Körkemeier ist es wichtig, dass dieses Angebot wirklich für alle ist, die einmal künstlerisch tätig werden möchten, fern ab von sozialen Hintergründen. Von sechs bis 17 Jahren reichte die Altersspanne der Teilnehmer des diesjährigen Workshops. Und das war gar kein Problem: Die älteren halfen den jüngeren Teilnehmern und auch Ideen wurden gegenseitig weitergegeben.

Wir haben jetzt nicht gezielt Müll gesucht, sondern einfach mal den klassischen gelben Sack auf links gedreht.

Melanie Körkemeier

 

Ganz bewusst hatte sich Melanie Körkemeier in diesem Jahr das Thema Plastikmüll ausgesucht, inspiriert durch zahlreiche Medienberichte. »Wir haben jetzt nicht gezielt Müll gesucht, sondern einfach mal den klassischen gelben Sack auf links gedreht«, erzählt sie. Gemeinsam habe man dann überlegt, was man aus einer leeren Shampooflasche, aus einer Keksverpackung oder einer Milchtüte machen könnte. Die Formen wurden genauer betrachtet und schnell kamen ganz viele fantastische Ideen auf.

Trotz Hitze eine harmonische Atmosphäre

Schön war, dass trotz der Hitze eine extrem harmonische Atmosphäre herrschte und über viele Dinge auch angeregt diskutiert wurde. Für Melanie Körkemeier ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen abtauchen in eine andere Welt, zu sich selbst finden und in der Einfachheit des Bleichhäuschen ihrer Kreativität freien Lauf lassen können. Da einige der älteren Teilnehmer kurzfristig abgesagt hatten, konnte die geplante Installation eines utopischen Wohn- und Lebensraumes nicht stattfinden. Sie machten sich auch an Kleinobjekte. Und so ganz nebenbei wurde überlegt, wie die eine oder andere Verpackung vielleicht eingespart werden könnte.

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