Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg schafft Wohnraum am Rötteken-Palais
Wo einst ein Kammerrat lebte

Rheda-Wiedenbrück (WB). Einige Zeit hat es schlecht ausgesehen um dieses ehemals herrschaftliche Anwesen – es rottete vor sich hin: Doch jetzt lässt Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg das Rötteken-Palais in Rheda umfassend sanieren – und er schafft dort sogar noch zusätzlichen Wohnraum.

Dienstag, 09.07.2019, 07:15 Uhr aktualisiert: 09.07.2019, 07:30 Uhr
Maximilian Fürst zu Bentheim-Tecklenburg lässt derzeit nicht nur das frühere Rötteken-Palais (im Hintergrund) an der Pixeler Straße 4 denkmalgerecht sanieren, im dahinter gelegenen Areal entstehen zudem acht moderne Mietwohnungen. Foto: Carsten Borgmeier

Am Montagmorgen stellte er als Eigentümer das Bauvorhaben gemeinsam mit Architekt Mirko Moch und André Gosemärker als Generalunternehmer bei einem Ortstermin an der Pixeler Straße 4 vor. Auch Bürgermeister Theo Mettenborg (46) war zugegen. Der zeigte sich beeindruckt von dem Projekt, mit dem der Fürst einerseits das »historische Erbe Rhedas« erhalte und darüber hinaus den angespannten Wohnungsmarkt entlaste.

Rötteken-Palais in Rheda wird saniert

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Foto: Carsten Borgmeier
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Bis zum August 2020 sollen auf dem insgesamt 3800 Quadratmeter großen Grundstück zwischen Pixeler und Röttekenstraße zwei jeweils zweigeschossige Neubauten entstehen. Die acht enthaltenen Mietwohnungen werden nach Angaben von Architekt Moch zwischen 85 und 90 Quadratmeter groß. Die beiden Gebäude werden östlich des Palais, also im früheren Parkbereich, entstehen. Dafür habe leider der alte Baumbestand gefällt werden müssen, sagte Fürst zu Bentheim-Tecklenburg.

Die Erdgeschosse sollen barrierefrei erreichbar sein, alle Wohnungen werden demnach mit Balkon/Terrasse ausgestattet. Wie der Architekt ergänzte, werde durch die beiden rechts und links des Palais angeordneten Neubauten eine Art Hofsituation zur Röttekenstraße geschaffen, die den Stil der Anlage unterstreiche. Der historische Gebäudebestand, neben dem Palais gehört dazu auch eine alte Kutschen-Remise, werde saniert. Beide Gebäude im Schatten der katholischen Pfarrkirche St. Clemens stehen seit dem Juni 1995 unter Denkmalschutz. Fürst zu Bentheim-Tecklenburg und sein Architekt lobten in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den zuständigen Denkmalbehörden. Das gesamte Investitionsvolumen soll im einstelligen Millionenbereich liegen. Genauer wollte sich der Bauherr dazu nicht einlassen.

Auch Ex-OKD Kozlowski hat dort gewohnt

Zum geschichtlichen Hintergrund: Das Palais hat nach Angaben eines lokalen Heimatforschers der Kammerrat Clemens August Rötteken in den Jahren 1829/1830 errichten lassen. Dabei soll es sich zu Zeiten Preußens um einen einflussreichen Verwaltungsjuristen gehandelt haben, der maßgeblich in Berlin dazu beigetragen habe, dass die Köln-Mindener-Eisenbahn über Rheda führte. In der Folge siedelten sich bedeutende Firmen der Fleisch- und Möbelindustrie an. Sie begründeten auf diese Weise den enormen, wirtschaftlichen Aufschwung der ehemaligen, stets ländlich geprägten Herrschaftsresidenz.

Seit 1872 im Eigentum des Fürstenhauses

Seit Juli 1872 befindet sich das Palais im Eigentum des Fürstenhauses zu Bentheim-Tecklenburg. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1996 hatte dort die Großmutter des Fürsten, Amalie zu Bentheim-Tecklenburg, mit ihrer Schwester Hermine Prinzessin Reuß gelebt. Danach zog dort der frühere Oberkreisdirektor, Staatssekretär und jetzige Aurea-Geschäftsführer Günter Kozlowski mit seiner Familie ein. Seit Mitte des Jahres 2017 habe das Anwesen (13 Zimmer) leer gestanden.

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