Rheda-Wiedenbrück: Feuerwehr misst gefährlich hohe Kohlenmonoxidwerte
Bei Tönnies tritt Gas aus

Rheda-Wiedenbrück (WB). Der Austritt von Kohlenmonoxid hat am Mittwoch-Abend zu einem Großeinsatz der Feuerwehr im Rheda-Wiedenbrücker Tönnies-Werk geführt. Drei Mitarbeiter, die in einem der Produktionsräume einer hohen Konzentration des Gases ausgesetzt waren, sind zur Überwachung ins Krankenhaus gebracht worden.

Mittwoch, 05.06.2019, 20:20 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 20:24 Uhr
Der Austritt von Kohlenmonoxid führt zu einem Großeinsatz der Feuerwehr im Tönnies-Werk.

Mehr als 60 Feuerwehrleute aus Rheda-Wiedenbrück, Herzebrock-Clarholz und Spezial-Einsatzfahrzeuge des Kreisfeuerwehrverbandes installierten zunächst Lüftungsanlagen, um die hohe Gaskonzentration aufzulösen. Kohlenmonoxid – eine farb-, geruchs- und geschmacklose Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff – ist giftig, da es viel stärker an Hämoglobin bindet als Sauerstoff und so den Sauerstofftransport durch das Blut unterbindet. Eine Rauchgasvergiftung kann in kurzer Zeit tödlich sein.

Nach gut einer halben Stunde waren Durchschnittswerte erreicht, die es den Feuerwehrleuten erlaubten, ihre Gasmasken abzunehmen. Ohne Ergebnis verlief bisher die Suche nach der Quelle des Kohlenmonoxid-Ausstoßes. Die Feuerwehr blieb mit einem Teil ihrer Einsatzkräfte solange vor Ort, bis der betroffene Produktionsraum wieder gefahrlos betreten werden konnte. Konzernsprecher Dr. André Vielstaedte kündigt eine intensive Suche nach der Quelle des Gasaustritts an.

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