Verkehrsgünstige Lage der Stadt gab Ausschlag für Standortwahl
Erste Wasserstofftankstelle geht in Betrieb

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die verkehrstechnisch günstige Lage der Stadt hat den Ausschlag gegeben für eine wichtige Standortentscheidung: Weil sich in Rheda-Wiedenbrück gleich drei Bundesstraßen und die Bundesautobahn A2 kreuzen, hat das Unternehmen »H2 Mobility« an der Shell-Tankstelle Bielefelder Straße 145 (B61) eine mit EU-Mitteln geförderte Wasserstoff-Zapfstation errichtet.

Samstag, 01.06.2019, 09:45 Uhr aktualisiert: 01.06.2019, 09:50 Uhr
»O’zapft is« (von links): Firmenvertreter Björn Wierskalla mit Autohaus-Chefin Sandra Funke und Bürgermeister Theo Mettenborg bei der Betankung eines Hyundai Nexo. Foto: Stephan

Sie ist die 70. im Bundesgebiet und die erste in Ostwestfalen-Lippe. Fahrer von Elektroautos mit Brennstoffzellen können hier ab sofort den klimafreundlichen Kraftstoff tanken. Zur offiziellen Inbetriebnahme der Station und Betankung des ersten Fahrzeugs traf sich Bürgermeister Theo Mettenborg vor Ort mit Hyundai-Mitarbeiter Björn Wierskalla und Sandra Funke von der hiesigen Vertretung des südkoreanischen Automobil-Herstellers.

Bürgermeister: »Rheda-Wiedenbrück liegt immer am Weg«

Das Stadtoberhaupt zeigte sich erfreut über das neue Angebot für Autofahrer. Mettenborg: »Für Reisende auf der A2 mit dem Ziel Ruhrgebiet oder Berlin ist die Lage top, liegt Rheda-Wiedenbrück immer am Weg.« Die nächsten Wasserstofftankstellen entlang der Autobahn sind in Dortmund und Hannover. Rund eine Million Euro hat das Gemeinschaftsunternehmen »H2 Mobility«, dem Firmen wie Linde, Air Liquide, Daimler, Shell und Total als Gesellschafter angehören, in die Station investiert. Derzeit ist das Unternehmen damit beschäftigt, eine bundesweite Versorgungs-Infrastruktur aufzubauen. Bis zum Jahresende soll die Zahl der Tankstationen auf 100 anwachsen.

Der zur Hälfte aus regenerativer Energie erzeugte Kraftstoff verursacht keine klimaschädlichen CO2-Emissionen. Mit einer Vier- bis-fünf-Kilogramm-Tankfüllung kommen Personenfahrzeuge auf eine Reichweite von 500 bis 800 Kilometern. Die Kosten pro 100 Kilometer sind etwa gleich groß wie beim Superplus-Kraftstoff. Brennstoffzellen-Fahrzeuge, die mit Wasserstoff betankt werden können, haben aktuell die drei Hersteller Hyundai, Daimler und Toyota im Programm.

Zwei Wasserstoff-Fahrzeuge werden bald ausgeliefert

Im Kreis Gütersloh ist bislang kein Elektro-Auto mit Brennstoffzellen gemeldet, wie Kreissprecher Jan Focken auf Anfrage mitteilte. Das Autohaus Funke hat inzwischen zwei Wasserstoff-Fahrzeuge verkauft, die in Kürze ausgeliefert werden. Mit Inbetriebnahme der Tankstation verbindet Firmenchefin Sandra Funke die Hoffnung, dass sich der Absatz weiter belebt.

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