Gymnasiast Leonard Brinkmeier bei »Jugend forscht« ausgezeichnet
Dieses Papier ist preiswürdig

Rheda-Wiedenbrück (WB/stl/wl). Das ist ein schöner Erfolg für Leonard Brinkmeier: Der 16-jährige Schüler des Wiedenbrücker Ratsgymnasiums hat beim Landeswettbewerb »Jugend forscht« in Leverkusen einen Sonderpreis in der Kategorie Umwelt erhalten, zusammen mit einer Prämie von 250 Euro. Er hatte »das Papier der Zukunft« präsentiert.

Freitag, 05.04.2019, 10:08 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 12:12 Uhr
Leonard Brinkmeier (16 Jahre) hat das Papier der Zukunft weiterentwickelt. Bereits vor einem Jahr hat er sich schon mit dem Thema beschäftigt und konnte durch ein Praktikum in einer Papierfabrik sein Wissen enorm erweitern. Jetzt hat er dafür einen Preis bei »Jugend forscht« bekommen.

Insgesamt wurden drei Sonderpreise vergeben, Brinkmeier landete auf dem ersten Platz. Stifter ist das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Worum genau geht es bei seinem Projekt? »Mein Arbeitsziel war, Altpapier mit Heustoff zu versetzen, um zu untersuchen, wie es sich auf die Qualität des Papiers auswirkt«, erläutert der Jugendliche. Er konnte während seines freiwilligen Praktikums im Labor der Papierfabrik Lenk selbst hergestelltes Papier unter verschiedenen Bedingungen prüfen. »Ziel war es, eine umweltfreundliche Alternative zu Holzstoff und Holzzellstoff zu finden, die marktfähig ist und, weil immer weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, zukunftsgerichtet ist«, sagt er.

Preisstifter ist das Ministerium

Groß ist die Freude natürlich auch an der beteiligten Schule. Chemielehrerin Ursula Schalück, Projektbetreuerin am Ratsgymnasium für den Forscherwettbewerb, freut sich, dass sich immer wieder kreative und neugierige Schüler bereit erklären, auch in ihrer Freizeit zu experimentieren. Und davon gibt es landesweit eine ganze Menge mehr. 73 Teilnehmer zählte der mittlerweile 54. NRW-Landeswettbewerb »Jugend forscht« im Baykomm Communication Center der Bayer AG in Leverkusen.

Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 13 bis 21 Jahren – allesamt Sieger der vorangegangenen Regionalrunden – setzten das Wettbewerbsmotto »Frag Dich!« konsequent um und lieferten in ihren Arbeiten Antworten auf Fragen zu den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Dabei ging es natürlich nicht nur um Papier. Ein auf Blockchain-Technologien basierendes Ladenetz für Elektroautos spielte ebenso eine Rolle wie künstliche Intelligenz und ein sprachgesteuerter Roboterarm.

Mit 14 Arbeiten war das Fachgebiet Technik mit Abstand am häufigsten vertreten. Es folgten je sieben Projekte für die Bereiche Arbeitswelt, Biologie, Mathematik/Informatik und Physik sowie jeweils vier Themen zur Chemie und den Geo- und Raumwissenschaften.

Die Firma Bayer gehört zu den Gründungspaten von »Jugend forscht« und ist seit dem Jahr 1965 ununterbrochen Gastgeber des Landeswettbewerbs. »Das Leben verbessern – darum geht es uns«, erklärte die Paten-Beauftragte Dr. Katrin Schneider das Engagement des Unternehmens. »Dafür legen wir uns Tag für Tag ins Zeug. Mit Begeisterung für neue Ideen – und die zeigen uns die Jungforscherinnen und Jungforscher hier mit großartigem Engagement.«

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