Neue DHL-Zustellbasis soll Ende Juni in Rheda-Wiedenbrück öffnen
Postmann hat’s nicht mehr weit

Rheda-Wiedenbrück (WB). Immer mehr Pakete werden täglich verschickt. Um die großen Paketberge zu bewältigen, baut die Deutsche Post in Rheda-Wiedenbrück eine neue Zustellbasis. Doch was ändert sich dadurch?

Mittwoch, 03.04.2019, 09:45 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 10:00 Uhr
Ende Juni soll hier die Zustellbasis eröffnet werden: Rainer Ernzer (rechts), Pressesprecher, und Norbert Drüppel, Qualitätsmanager, der Deutschen Post haben sich die Baustelle an der Kupferstraße schon einmal angesehen. Foto: Hendrik Fahrenwald

Wer aus Rheda-Wiedenbrück kommt, der bekommt derzeit seine Pakete aus der Zustellbasis in Gütersloh geliefert. Doch dort kommt die Deutsche Post an ihre Kapazitätsgrenzen. »Wir brauchen mehr Platz«, sagt Rainer Ernzer. Der 55-Jährige ist einer der Pressesprecher der Deutschen Post. Gestern hat er zusammen mit Qualitätsmanager Norbert Drüppel die Baustelle an der Kupferstraße besucht. Dort soll am 30. Juni die Zustellbasis fertig sein.

Woher kommt das Paket?

Während die Rheda-Wiedenbrücker ihre Pakete aus der Zustellbasis Gütersloh beziehen, kommen die Lieferungen der Gütersloher aus Bielefeld-Brackwede. Das ändert sich nun mit der Fertigstellung der neuen DHL-Zustellbasis an der Kupferstraße. Dann sollen die Gütersloher Pakete auch wieder aus Gütersloh kommen. Bevor drei Lkw nachts den Standort Rheda-Wiedenbrück beliefern, landen die Pakete im Paketzentrum Bielefeld. Lieferungen werden innerhalb Deutschlands von Paketzen­trum zu Paketzen­trum geschickt. In diesen werden die Lieferungen sortiert. Bald kommen die Pakete von dort aus direkt nach Rheda-Wiedenbrück.

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Das birgt viele Vorteile: Die Zusteller können ihre Wagen bald ebenerdig beladen. Vor allem bei schweren Paketen, dürfte dies den Mitarbeitern entgegenkommen. Schließlich müssen sie später bei der Auslieferung Pakete schleppen, die bis zu 31,5 Kilogramm wiegen dürfen.

200 Pakete pro Schicht

An einem Tag liefert ein Zusteller laut Ernzer rund 200 Pakete aus. Pro Schicht fahren die Zusteller 20 bis 30 Kilometer. Da die Pakete nicht mehr aus Gütersloh geholt werden müssen und einfacher verladen werden können, reduzieren sich die Fahr- und Beladezeiten. Die Arbeitszeit der Zusteller wird allerdings nicht kürzer. Stattdessen liefern die Zusteller mehr Pakete aus. »Ich habe früher lieber zugestellt als beladen«, sagt Drüppel.

Keine frühere Zustellung

30 Zusteller werden für Rheda-Wiedenbrück arbeiten. Die geringere Fahrtzeit für die Arbeiter bedeutet allerdings nicht, dass nun auch die Pakete in Rheda-Wiedenbrück früher kommen, sagt Ernzer. Schuld seien das Kaufverhalten und die stetige Anpassungen der Auslieferungsbezirke. Besonders große Mengen an Paketen kommen dienstags und mittwochs zusammen. »Dort haben wir bis zu 3000 Pakete«, sagt Ernzer. Ab Herbst steigt laut Ernzer die Zahl der Lieferungen. Bis zu 4800 Pakete pro Tag werden in der Woche vor Weihnachten ausgeliefert. Anschließend bleibt die Paketzahl bis Ende Januar hoch. Grund sind Retouren und das Einlösen von Gutscheinen, sagt Ernzer.

Kein Ende in Sicht

Nimmt der Paket-Boom ein Ende? »Bis jetzt sieht es nicht danach aus«, sagt Ernzer. Auch zu Ostern erwartet er steigende Lieferungen. Auf dem 4500 Quadratmeter großem Grundstück wird dann noch gearbeitet. Die Gebäudefläche zählt 900 Quadratmeter. Das Objekt hat die Deutsche Post langfristig gemietet. Für E-Autos des Unternehmens sind dort Lademöglichkeiten vorgesehen. Noch gibt es für Rheda-Wiedenbrück zwar keine Fahrzeuge mit Elektromotor. Doch auch das könnte sich bald ändern, schließlich nimmt der Paket-Boom im Gegensatz zu der Fahrtzeit der Zusteller so schnell nicht ab.

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