Aus zwei mach eins: Gemeinschaften fusionieren
Siedler ziehen an einem Strang

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die beide im Jahr 1935 gegründeten Siedlergemeinschaften Wiedenbrück und Rheda gehen bald schon gemeinsame Wege. Auf den jeweiligen Mitgliederversammlungen hat sich die absolute Mehrheit der Mitglieder für eine Fusionierung der beiden Vereine ausgesprochen.

Montag, 01.04.2019, 08:12 Uhr aktualisiert: 01.04.2019, 08:20 Uhr
Die Vorstände der Siedlergemeinschaften Rheda und Wiedenbrück fusionieren und suchen ab 2020 einen neuen Chef (von links): Rudi Franke, Wolfgang Neumann, Sigrid Franke, Helmut Kempen, Ela Bernachia, Roland Dust, Klaus Berlinghoff, Anni Dust, Ulrich Barwich. Foto: Leskovsek

Der neue gemeinsame Verein wird den Namen »Gemeinschaft Rheda-Wiedenbrück im Verband Wohneigentum e.V.« heißen. Am 17. April 2020 wird es in der neuen Stadthalle von Rheda-Wiedenbrück eine große Fusionsveranstaltung mit anschließendem Unterhaltungsprogramm geben. Da soll auch der neue Vorstand gewählt werden, der sich zum Teil aus den bisherigen Vorständen aber auch aus neuen interessierten Mitgliedern zusammensetzen kann.

Roland Dust, der seit 1981 die Geschicke des Rhedaer Vereins leitet, wird sich nicht mehr zur Wahl stellen. Das hat er bereits auf der Mitgliederversammlung 2017 angekündet. In diesem Jahr wird jeder Verein noch sein eigenes Programm durchführen, doch wünschen sich die Vorstände, dass ihre Mitglieder sich bei Veranstaltungen in Rheda sowie auch in Wiedenbrück angesprochen fühlen.

Ab 2020 wird man dann ein gemeinsames Jahresprogramm bieten, angefangen bei Vorträgen zu Themen, die für Eigenheimbesitzer wichtig sind, über Fahrten bis hin zu Angeboten für junge Familien. Warum die beiden Vereine nach 84 Jahren eine Zusammenlegung möchten erklärt die kommissarische Vorsitzende des Wiedenbrücker Vereins Ela Bernachia: »Wir führen zusammen was zusammen gehört, bieten dann ein doppeltes Leistungsspektrum und die Angebote für Familien hatte bislang nur Rheda im Programm Dank ihres Jugendbeauftragten«, erklärt sie. Gemeinsam hätte man dann über 1000 Mitglieder und sei damit ein nicht gerade kleiner Verein in der Doppelstadt. Bernachia betonte, dass in Wiedenbrück 68 Prozent der Mitglieder über 60 Jahre alt sind. »Da haben wir langfristig und vorausschauend gehandelt um die Zukunft unseres sehr wichtigen Vereins zu erhalten«, erzählt sie.

In anderen Orten im Kreis Gütersloh sieht es längst nicht mehr so gut aus, die stehen kurz vor einer Vereinsbeendigung. Deshalb wird Roland Dust sich auch in einer neu gegründeten Kreissammelgemeinschaft mit seinen Erfahrungen einbringen damit es weitergeht und die Mitglieder Ansprechpartner vor Ort haben. Doch warum gibt es den Verband Wohneigentum eigentlich? 1935 begann die Bewegung. Als die ersten Siedlungshäuser gebaut wurden, musste jeder Häuslebauer Kenntnisse über Ackerbau und Viehzucht für den Eigenbedarf und generell über die Pflichten eines Wohneigentümers erwerben und das belegen. Das übernahm damals die Siedlergemeinschaft.

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