Sankt-Vinzenz-Hospital in Rheda-Wiedenbrück investiert in Digitalisierung – Bilanz fällt positiv aus
Notaufnahme ist stark gefragt

Rheda-Wiedenbrück (WB). Schuldenfrei und durchweg zufrieden: So fällt der Bilanzbericht der Verantwortlichen des Sankt-Vinzenz-Hospitals aus. »Dass das alles so ist, verdanken wir einzig und allein unseren 304 Mitarbeitern, die unser wichtigstes Kapital sind«, sagte Geschäftsführer Dr. Georg Rüter am Freitag.

Samstag, 02.03.2019, 09:50 Uhr
Sie sind froh über die Digitalisierungsoffensive im Hospital: (von links) Dr. Georg Rüter, Kaufmännischer Leiter Wolfgang Bien, Pflegedienstleiter Siegmund Neu und Dr. Rainer Schnippe. Die Mitarbeiter aller Berufsgruppen haben sich dafür engagiert, dass alle Diagnostikdaten nun eng miteinander verknüpft werden können. Aller Mitarbeiter sollen mit Tablet-Geräten ausgestattet werden. Foto: Leskovsek

Das Hospital setzt auf eine gute Mitarbeiterwerbung – wie bei der Ausbildung der Studenten im praktischen Jahr, die gerade einen Workshop zum Thema Diabetes im Sankt Vinzenz besuchten, aber auch bei der Ausbildung von Pflegekräften. Die Ausbildungskapazität soll von 100 auf 200 Plätze verdoppelt werden.

Auszubildende können sich später für Arbeitsbereich entscheiden

Es ist eine Ausbildungskooperation mit einer Bielefelder Schule entstanden. Aus dem ursprünglichen Beruf Alten- oder Krankenpfleger ist jetzt der Beruf Pfleger entstanden, der in dem Verbund mit insgesamt zwölf Institutionen alles lernt und sich erst später entscheidet, ob er in ein Krankenhaus, in die Altenpflege oder in den Kinderbereich gehen möchte. Jede Station und jede Einrichtung wird in den 2500 praktischen Stunden der Ausbildung berücksichtigt, was die Verantwortlichen im Sankt Vinzenz sehr positiv bewerten.

Die Mitarbeiterzahl stieg im vergangenen Jahr um 17 auf 304. Die Teilzeitquote liegt bei 46 Prozent. »Es werden verschiedene Teilzeitmodelle angeboten, so dass Ärzte und Pfleger auch die Zeit der Kindererziehung gut meistern können, ohne aus ihrem Berufsleben komplett heraus zu müssen.«

Station 3-Ausbau ermöglicht die Weiterbehandlung vor Ort

Ganz neu ist die neu ausgebaute Station 3: Hier startete im vergangenen Oktober die Klinik mit der geriatrischen Frührehabilitation. Dr. Olga Fleiter übernahm die ärztliche Leitung. Patienten können nach einem orthopädischen Eingriff direkt weiterbehandelt und mobilisiert werden, ohne in eine andere Klinik verlegt zu werden. Gerade für ältere Menschen sei das sehr hilfreich, sagt Rüter. Im Durchschnitt könnten die Patienten nach 18 Tagen entlassen werden. 22 Plätze stehen zur Verfügung.

Unverändert aufwärts entwickelten sich die ambulanten Leistungen des Hauses. Insbesondere die Zentrale Notfallaufnahme verzeichnet als einzige Anlaufstelle in der Region eine ungebremst steigende Inanspruchnahme. Durch eine interne Umstrukturierung konnte der Wartebereich ein wenig entlastet werden.

WLAN für die elektronischen Patientenakten

Sehr gut angenommen wird laut Bilanzbericht auch die stationäre und ambulante diabetologisch- endokrinologische Versorgung durch die gemeinsamen Chefärzte Dr. Rainer Schnippe und Dr. Daniel Winter. Mit 160 Betten ist das Sankt Vinzenz, das mit dem Franziskus-Hospital Bielefeld und dem Mathilden-Hospital Herford zur Katholischen Hospitalvereinigung Ostwestfalen gehört, zwar ein kleines Haus, jedoch mit einer exzellenten technischen Ausstattung. In allen drei Häusern wurden rund 15 Millionen Euro in Instandhaltungsarbeiten oder Erweiterungen investiert.

Auch die Digitalisierung spielt im Sankt Vinzenz eine wichtige Rolle: Alle Stationen sind mit WLAN für die elektronischen Patientenakten ausgestattet, in denen eine enge Verknüpfung aller Diagnostikdaten möglich ist.

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