Burckhard-Kramer-Stiftung finanziert neun Lernbegleiter an der Brüder-Grimm-Schule Ansprechpartner entlasten Lehrer

Rheda-Wiedenbrück (WB). Kinder zu unterstützen – das war schon immer eine Herzensangelegenheit von Burckhard Kramer, Unternehmer und großzügiger Mäzen in der Stadt Rheda-Wiedenbrück. »Allerdings wussten wir anfangs nicht, wie das am sinnvollsten gehen soll«, räumt seine Ehefrau Margot ein.

Von Uwe Caspar
Schaukelndes Damen-Quartett: Kita-Leiterin Stefanie Döhring (von links), Rektorin Dietlind Andrae, Stiftungsvorstand Margot Kramer und Projektkoordinatorin Dörte Sonnabend.
Schaukelndes Damen-Quartett: Kita-Leiterin Stefanie Döhring (von links), Rektorin Dietlind Andrae, Stiftungsvorstand Margot Kramer und Projektkoordinatorin Dörte Sonnabend. Foto: Uwe Caspar

Inzwischen aber schon: Nach dem erfolgreichen Start vor fünf Jahren mit mehreren Förderprojekten und dem 2016 bezogenen Stiftungshaus leistet die Burckhard-Kramer-Stiftung via Kooperationsvertrag mit der Brüder-Grimm-Schule einen weiteren wichtigen Beitrag zur sozialpädagogischen Betreuung von Kindern. So begleiten seit 2016 insgesamt neun sogenannte Lern- und Entwicklungsbegleiter, alle ausgebildete Erzieher und Sozialpädagogen, zunächst die Grundschulklassen 1 bis 3. Langfristiges Ziel der Stiftung: Den Heranwachsenden bis zu ihrer Berufsausbildung nachhaltig zur Seite zu stehen.

Die Stiftung hat ihr Budget von 300.000 auf 425.000 erhöht.

Für das Projekt in seiner »zweiten Generation«, zu dessen Hauptaufgaben Sprachförderung sowie Gesundheits- und Bewegungsförderung zählen, hat die Stiftung ihr Budget von 300.000 auf rund 425.000 Euro erhöht. »Die zusätzlichen Fachkräfte sind Ansprechpartner für die Kinder. weil den Lehrern einfach die Zeit fehlt, sich mit persönlichen Fragen der Kleinen, die über den Unterricht hinausgehen, zu beschäftigen«, erläutert Dietlind Andrae, die Rektorin der Brüder-Grimm-Schule. Eine Grundschule mit hohem Migrantenanteil.

Das angeschobene Projekt gilt in seiner Form zumindest in Rheda-Wiedenbrück als einmalig. »Vielleicht findet unser Modell auch Nachahmer. Es ist auf jeden Fall ein guter Weg, so Kinder in die Welt zu schicken«, meint Dörte Sonnabend, die Projektkoordinatorin. Mit eingebunden in das Vorzeigemodell ist auch die Kita »Am Emssee«. Hier bekommen laut Leiterin Stefanie Döhring die rund 40 Kids allmorgendlich ein »gesundes Frühstück«, das ebenfalls die Stiftung finanziert. Das gemeinsame Frühstück soll auch zur »Tisch- und Gesprächskultur« beitragen. Neben der Kooperation mit der Musikschule stehen zudem Gruppenfahrten zum Pferdeschutzhof auf dem Programm. »Der Umgang mit den Tieren soll den Kindern auch die Scheu vor ihnen nehmen«, erklärt Döhring.

Der Erfolg misst sich an strahlenden Kinderaugen.

Eine weitere Säule des Projekts: Das Stiftungshaus in der Jodokus-Temme-Straße. Hier werden kostenlose Sprach- und Alphabetisierungskurse inklusive Kinderbetreuung angeboten. Dörte Sonnabend: »Es sind keine zertifizierten Kurse. Sie dienen in erster Linie dazu, dass sich die Multi-Kulti-Mütter im Alltag verständigen können.« Wenngleich der Erfolg des Gesamtprojekts faktisch nicht messbar ist, so ist er für Stefanie Döhring dennoch sichtbar: »Nämlich immer dann, wenn ich in strahlende Kinderaugen blicke!«

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