Jürgen Bernhard ist wieder auf seiner alten Wache in Rheda-Wiedenbrück tätig Die Rückkehr des Kommissars

Rheda-Wiedenbrück (WB/cas). Als Sven-Georg Adenauer am Dienstagmorgen mit dem Besuch der Polizeidienststelle in Rheda-Wiedenbrück seine obligatorische »Weihnachts-Wachentournee« eröffnet, kann der Landrat hier einen Bekannten begrüßen: Seit Anfang Dezember leitet Jürgen Bernhard von der Emsstadt aus den Bezirks- und Schwerpunktdienst.

Wieder zurück auf der Polizeiwache Rheda-Wiedenbrück: der neue Bezirks- und Schwerpunktdienstleiter Jürgen Bernhard.
Wieder zurück auf der Polizeiwache Rheda-Wiedenbrück: der neue Bezirks- und Schwerpunktdienstleiter Jürgen Bernhard. Foto: Uwe Caspar

Mit dem Amtsantritt in Rheda-Wiedenbrück erlebt der Nachfolger von Klaus Neumann sozusagen sein zweites Comeback. Der Reihe nach: Nach seiner Ausbildung auf der Polizeischule startete der heute 54-Jährige seine Karriere in Köln, bevor er nach fünf Jahren vom Rhein an die Ems wechselte (1987), »wo ich dann sechs schöne Jahre im Streifendienst hatte«.

Danach nahm Bernhard an der Uni Bielefeld das Studium zum Diplomverwaltungswirt auf, ehe der Lippstädter 1997 zur Wache Rheda-Wiedenbrück zurückkehrte, um hier wegen der damals stark gestiegenen Zahl an Straftaten eine schlagkräftige Einsatztruppe mit aufzubauen. Das Team wurde 2006 mit der Gütersloher Behörde zusammengelegt.

Zahl der Straftaten ist im Kreisgebiet gesunken

Ab 2015 fungierte der sportliche Hauptkommissar (hält sich mit Radfahren und Krafttraining fit) als Dienstgruppen-Chef auf der Gütersloher Wache – nun arbeitet er zum dritten Mal an seiner alten Wirkungsstätte in der Emsstadt. Über besonders spektakuläre Fälle, die seine Laufbahn sicherlich begleitet haben, möchte Jürgen Bernhard nicht explizit sprechen. Nur so viel: »Diverse Fälle konnte ich mit den Ermittlungskommissionen erfolgreich abschließen.«

»Gute Polizeiarbeit« bescheinigt Sven-Georg Adenauer seinen uniformierten Beamten. So sei die Zahl der Straftaten im Kreis in diesem Jahr bis November unter 18.000 gesunken. Ebenso erfreulich: Die Aufklärungsquote sei leicht gestiegen. Die verringerte Kriminalitätsquote im Kreis bringt jedoch auch einen Nachteil für die heimische Behörde: Weil im Ruhrgebiet weitaus mehr Straftaten begangen werden, kommt es immer wieder zu Versetzungen in den Kohlenpott.

So gibt es seit 2000 knapp 60 Stellen weniger bei der Kreispolizei Gütersloh. Die Verkehrsunfallzahlen hätten sich in 2017 gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert, berichtet der beim Weihnachtsbesuch anwesende Leitende Polizeidirektor Karsten Fehring. Rückgängig seien leichtere und schwerere Unfälle, dafür hätten Bagatellbeschädigungen (zum Beispiel auf Parkplätzen) zugenommen.

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