Rheda-Wiedenbrücker Simonswerk: Geschäftsführer in den Ruhestand verabschiedet Remy folgt auf Jurczyk

Rheda-Wiedenbrück (wl). 15 Jahre war er als Geschäftsführer im Bereich Technik im Simonswerk tätig. Zum Jahresende geht Karl-Christian Jurczyk in den Ruhestand.

Wechsel an der Spitze des Simonswerkes: Karl-Christian Jurczyk (Mitte) geht in den Ruhestand, Michael Meier (links) und Dr. Frank Remy leiten künftig gemeinsam das Traditionsunternehmen am Bosfelder Weg.
Wechsel an der Spitze des Simonswerkes: Karl-Christian Jurczyk (Mitte) geht in den Ruhestand, Michael Meier (links) und Dr. Frank Remy leiten künftig gemeinsam das Traditionsunternehmen am Bosfelder Weg. Foto: Waltraud Leskovsek

Der 65-Jährige ist gebürtiger Braunschweiger. Mit seinem Einstieg in das Traditionsunternehmen am Bosfelder Weg war er Rheda-Wiedenbrücker Bürger geworden – so wie auch seine Frau und seine beiden erwachsenen Söhne. Im Ruhestand möchte er erst einmal einige Projekte zu Hause umsetzen, die aufgrund seines Berufes manchmal hintenanstehen mussten. Auf mehr Zeit für die Familie, für das Enkelkind und den Tennissport freut er sich.

Ziel: Marktführer und wettbewerbsfähig bleiben

Sein Nachfolger ist der 52-jährige Dr. Frank Remy, der nach 20 Jahren Tätigkeit in leitenden Positionen in der Automobilzulieferindustrie Mitte des Jahres zum Simonswerk wechselte.

Gemeinsam mit Michael Meier, der weiterhin die Bereiche Vertrieb und Verwaltung verantwortet, bildet er die neue Geschäftsführung. Remy, gebürtiger Rheinländer und heute ebenfalls in Rheda-Wiedenbrück lebend, möchte die Erfolgsgeschichte des über 125-jährigen Unternehmens weiter fortführen, wettbewerbsfähig und möglichst Marktführer bleiben.

40 Millionen Euro investiert

Jurczyk begann 2002 im Simonswerk und leitete seither die Produktionsstandorte des Bandherstellers in Rheda-Wiedenbrück, im thüringischen Heilbad Heiligenstadt und im englischen Tipton. In dieser Funktion hat er insbesondere die Fertigungsprozesse konsequent optimiert und die Standorte nachhaltig ausgebaut.

In den vergangenen 15 Jahren wurden mehr als 40 Millionen Euro in Baumaßnahmen und neue Produktionstechnik investiert – etwa in die roboterunterstützte CNC-Fertigung, die Weiterentwicklung der Zink-Druckguss-Fertigung, die Einführung der Laser- und Servo-Stanztechnik sowie die Automatisierung der Montage. Ebenfalls unter seiner Verantwortung wurden Produktionsstandorte nach den international anerkannten Normen zertifiziert.

»Mit Karl-Christian Jurczyk verlieren wir einen geschätzten Kollegen«, betonte Michael Meier bei der offiziellen Verabschiedung. »Auf so einen Abschied aus der operativen Tätigkeit schaut man immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Die spannenden Jahre beim Simonswerk mitzugestalten, hat mir sehr viel Freude bereitet«, sagte der künftige Ruheständler.

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