37-Jähriger wehrt sich mit Tritten und Spuken gegen Blutprobe Randalierender Radfahrer wird in Psychiatrie eingewiesen

Rheda-Wiedenbrück (WB). Er hat getreten, gespuckt und um sich geschlagen: Ein 37-jähriger Radfahrer aus Rheda-Wiedenbrück hat sich mit aller Kraft gegen zwei Polizeibeamte gewehrt – mit der Folge, dass er gefesselt und nach einem Bluttest in die Psychiatrie eingeliefert wurde.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Sebastian Schwake

Am Dienstagabend gegen 18.45 Uhr wurde die Polizei zu einem Verkehrsunfall an der Kreuzung Ostring/Bielefelder Straße in Wiedenbrück gerufen. Dort sollte es zu einem leichten Unfall ohne Verletzte zwischen einem Auto und einem Radfahrer gekommen sein.

Lautes Schreien und Dazwischenspringen

Beim Eintreffen der Beamten lief der 37-jährige Radfahrer aus Rheda-Wiedenbrück ihnen schon entgegen. Er stand augenscheinlich erheblich unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen. Er schwankte und lallte und versuchte stets, durch lautes Schreien und Dazwischenspringen ein Gespräch der Beamten mit der anderen Unfallbeteiligten, einer 58-jährigen Frau aus Rheda-Wiedenbrück zu verhindern, die zusammen mit ihrem 59-jährigen Ehemann im Auto saß.

Der Fahrradfahrer unterzog sich daraufhin freiwillig vor Ort einem Alkoholtest mit deutlich positivem Ergebnis.

Der Radfahrer war unverletzt, auch am Auto und am Fahrrad waren keine Schäden festzustellen, die auf einen Verkehrsunfall deuteten.

Dem 37-Jährigen sollte allerdings wegen Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen eine Blutprobe entnommen werden. Als die Polizeibeamten ihn dazu in ein Krankenhaus bringen wollten, machte der Mann lautstark und mehrfach deutlich, dass er mit dieser polizeilichen Maßnahme nicht einverstanden sei. Er versuchte, sich vom Unfallort zu entfernen, wurde aber durch die Beamten gehindert.

Mit Kopf gegen Motorhaube und Windschutzscheibe geschlagen

Mit aller Kraft wehrte sich der 37-Jährige. Er schlug und trat um sich. Um den Mann an Händen und Beinen zu fesseln und ihn so für den Transport vorzubereiten, wurde er mit dem Oberkörper seitlich auf die Motorhaube des Streifenwagens gelegt. Daraufhin schlug er mehrfach mit seinem Kopf gegen die Motorhaube und gegen die Windschutzscheibe des Streifenwagens.

Auch nachdem der Randalierer zur Polizeiwache nach Rheda-Wiedenbrück gebracht wurde, beruhigte er sich nicht. Er schlug weiter um sich, spuckte, trat und beleidigte die Polizeibeamten aufs Übelste.

Schließlich gelang es, dem Mann eine Blutprobe zu entnehmen. Durch einen Arzt wurde er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen und Beleidigung eingeleitet.

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