Wiedenbrücker Schule Museum präsentiert Wanderausstellung Luthers Leben in Playmobil

Rheda-Wiedenbrück (WB). Mit einer Sonderausstellung »Luthers Leben in Playmobil«, die von Donnerstag, 30. November, bis zum 4. Februar 2018 im Wiedenbrücker Schule Museum zu sehen sein wird, möchte das Haus in der Hoettger Gasse einmal mehr auf sich aufmerksam machen. Insbesondere soll diese Wanderausstellung ein Magnet sein für Familien – auch wenn Kinder mit den Figuren nicht spielen dürfen, weil die Szenen fest installiert sind.

Von Waltraud Leskovsek
Bürgermeister Theo Mettenborg und Museumsleiterin Christiane Hofmann präsentieren eine große Luther-Figur.
Bürgermeister Theo Mettenborg und Museumsleiterin Christiane Hofmann präsentieren eine große Luther-Figur. Foto: Waltraud Leskovsek

»Spannend ist die Ausstellung allemal«, betont die neue Museumsleiterin Christiane Hoffmann. In gut einem Jahr Bauzeit hat der bayerische evangelische Pfarrer und Hobbybastler Stefan Merz aus rund 2000 originalen Playmobilteilen mit mehr als 50 Figuren das Leben Martin Luthers nachgestellt.

Vom »Reichstag zu Worms« bis zur Wartburg

Es wird eine historische Minitaturwelt aus dem beliebten Kinderspielzeug rund um die Figur des Reformators aufgebaut. Themen sind unter anderem »Geburtshaus«, »Blitzerlebnis«, »Augustinerkloster« oder »Reichstag zu Worms«. Insgesamt sieben Schauplätze, darunter eine große Rekonstruktion der Wartburg mit Lutherstube von drei mal zwei Metern, sollen Einblicke in die große Welt von Martin Luther geben. Die Stationen sind im gesamten Haus verteilt.

Bürgermeister Theo Mettenborg schaute beim Aufbau vorbei und war hocherfreut: »Mit dieser außergewöhnlichen Ausstellung wird es Frau Hoffmann bestimmt gelingen, Familien mit Kindern, aber auch andere Besucher zu begeistern«, bedankt er sich bei ihr für die Weitsicht, als sie sich im August für die Ausstellung beworben hatte. Dass es jetzt ausgerechnet zu ihrer Wunschzeit über Weihnachten geklappt habe, beschreibt sie selber als großes Glück.

Jede Szene wird kurz und knackig erklärt

Der Erbauer zeigt sich bei der Umsetzung sehr kreativ. Was das Originalmaterial nicht hergibt, wurde anders farbig bemalt oder mit eigenen kleinen Accessoires bereichert. Auf jeden Fall gibt es unglaublich viel Liebe zum Detail zu entdecken. An jeder Station hängen Beschreibungen, auf denen die dargestellte Szene kurz und knackig erklärt wird. Zwei Rallyes warten zudem auf die jüngeren Besucher. Für Kindergartenkinder gibt es ein Tiersuchspiel und für die etwas älteren Kinder geht es darum zu erkennen, wo in den Szenen die Thesen Luthers versteckt sind.

Die Ausstellung wird durch eine Präsentation von Lutherbibelseiten aus dem 18. Jahrhundert aus dem Bestand des Heimatvereins ergänzt. Die Bibel selbst ist ziemlich ruinös und wird deshalb in einer Glasvitrine liegen. Acht Seiten aus der Biografie Luthers daraus werden jedoch vergrößert an der Wand hängen.

Die Luther-Figur des fränkischen Spielzeugherstellers Geobra Brandstätter wurde anlässlich der Lutherdekade entwickelt und bereits mehr als eine Millionen Mal verkauft. Die Figur in Großformat, die der Kirchenkreis Gütersloh in seinem Besitz hat, konnte sich das Museum für die Zeit der Ausstellung ausleihen. Sie wird die Besucher gleich am Eingang begrüßen.

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