Schlemmen am Schloss trotzt dem Wetter – Petersfisch ist der Renner Auch im Regen schmeckt’s

Rheda-Wiedenbrück (WB). »Wir sind seit 21 Jahren treue Gäste und lassen uns vom Wetter nicht abhalten, das Schlemmerfest zu besuchen«, sagen die befreundeten Ehepaare Erika und Uwe Finken sowie Heinz und Vroni Korsmeier. Sie kennen sich vom morgendlichen Schwimmen und teilen auch die Liebhaberei am Campen. »Mit Regenwetter kennen wir uns aus.«

Von Waltraud Leskovsek
Erika Finken, Heinz und Vroni Korsmeier, Uwe Finken (von links) sind seit 21 Jahren treue Gäste bei Schlemmen am Schloss Rheda und das am liebsten drei Tage lang. Ein bisschen Regen kann sie nicht abhalten, das Fest zu besuchen.
Erika Finken, Heinz und Vroni Korsmeier, Uwe Finken (von links) sind seit 21 Jahren treue Gäste bei Schlemmen am Schloss Rheda und das am liebsten drei Tage lang. Ein bisschen Regen kann sie nicht abhalten, das Fest zu besuchen. Foto: Waltraud Leskovsek

»Wenigstens brauchen wir heute nicht nach Plätzen Ausschau zu halten«, fügt Heinz Korsmeier hinzu. Die Ehepaare stehen auf traditionelle Kost und essen gerne Rindfleisch mit Zwiebelsoße von der Fleischerei Mix, probieren aber auch andere Dinge, die sie nicht so kennen. Weil es bei Schlemmen am Schloss so schön und lecker ist, kommen die Freundinnen Andrea Buhl und Gabi Reker am liebsten immer gleich alle drei Tage. Ziegenkäse im Zucchinimantel von Sternekoch Patrick Speck und die Zucchiniplätzchen vom Rittergut Störmede gehören für sie immer dazu. Was dann kommt, wollen sie dem Zufall überlassen.

Etwas Süßes geht immer

Christian Stanlein, Inhaber von Café und Backkultur Nordgerling, nahm den Dauerregen am Freitagabend und Samstag gelassen. »Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben und passen uns der Situation an.« Und ein bisschen was Süßes gehe immer, besonders bei den Herren, fügte er augenzwinkernd hinzu. Ganz neu eigens für das Schlemmerfest hatte er einen Pflaumenstrudel mit Bourbon-Vanillesoße dabei. »Da kann doch nur die Sonne scheinen«, meinte er. Ab Samstagabend hatte Petrus dann ja auch ein Einsehen.

Birgit Kosak als verantwortliche Organisatorin aus den Reihen der Initiative Rheda dankte in ihrer Ansprache den 80 Helfern und den zahlreichen Sponsoren, die das Fest unterstützten. Insbesondere lobte sie aber die Besucher, die trotz Dauerregens zur Stange hielten und nach Herzenslust schlemmten. In diesem Jahr waren zwei Gastronomen weniger dabei als noch im Vorjahr. Der Grund: akuter Personalmangel.

Eines der ersten Schlemmerfeste der Region

Die teilnehmenden Restaurants hatten dafür umso mehr zu tun. Dazu gehörten das Restaurant Reuter mit Iris Bettinger, Landlust mit Oliver Röder, Kochevents Patrick Speck, das Rittergut Störmede, die Fleischerei Mix und das Café Nordgerling. Der stellvertretende Bürgermeister Norbert Flaskamp meinte, dass der Himmel über Rheda weine. »Einem Fest wie diesem wünscht man eigentlich nur Sonnenschein«, betonte er. Immerhin sei es auch das erste dieser Art in der Region gewesen und eines, das es auch nach über 20 Jahren noch gebe.

Sternekoch Patrick Speck, der auch wegen der guten Werbung nach Rheda kommt, freute sich, dass treue Stammgäste da waren. »Die Einheimischen kommen bei jedem Wetter. Das finde ich echt bewundernswert.« Sein Petersfisch stellte sich gleich am ersten Abend als der Renner heraus. Der Samstagabend sah wettertechnisch schon besser aus. Am Sonntag hatten die Gäste die Möglichkeit, in Ruhe zu schlemmen, während die Kinder durch Mitarbeiterinnen der DRK-Kindertageseinrichtungen betreut wurden.

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