OVG Münster hatte Revision abgelehnt Jura-Studentin reicht Beschwerde ein

Rheda-Wiedenbrück/Münster (WB/jmg).  Die Jura-Studentin, die wegen Verspätung durchs erste Staatsexamen gefallen ist, kämpft weiter für ihre Ausbildung. Ihr Rechtsanwalt, Jan-Christian Hochmann aus Bielefeld, teilte am Mittwoch mit, dass seine Mandantin Beschwerde gegen die vom Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster nicht zugelassene Revision einreichen wolle.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

»Das habe ich mit ihr nach der Entscheidung so besprochen«, sagte Hochmann gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. Im Verwaltungsrecht entscheide das Gericht, ob ein Fall grundsätzliche Bedeutung habe, erklärt der Anwalt. Das Verwaltungsgericht Minden, vor dem dieser ungewöhnliche Vorgang in erster Instanz verhandelt wurde, sah das noch so.

Der Vorgang könnte vor dem Bundesverwaltungsgericht landen

Das OVG Münster war allerdings anderer Meinung und ließ keine Revision zu. Durch die Beschwerde könnte der Sachverhalt am Ende sogar vor dem Bundesverwaltungsgericht landen. Dort könnte das Urteil aufgehoben werden.

Das OVG hatte am Dienstag ein Mindener Urteil bestätigt. Die Rheda-Wiedenbrückerin war im dritten Versuch zum Examen angetreten. In einer Prüfungspause ging sie mit einer Freundin Kaffee trinken – im Glauben, dass es um 12.30 Uhr weitergehe.

Die junge Frau kann die Prüfung nicht wiederholen

Allerdings sollte die Prüfung schon um 11.30 Uhr wieder aufgenommen werden. Als die Studentin um 11.50 Uhr, aus ihrer Sicht also mehr als rechtzeitig, wiederkam, hatte die mündliche Prüfung schon begonnen. Die Studentin wurde nicht mehr in den Prüfungssaal gelassen. Weil es sich bereits um den dritten und somit letzten erlaubten Examensversuch handelt, kann die Studentin die Prüfung nicht wiederholen.

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