Ausstellung der Galerie Mertenshof Für diese Skulpturen muss der Schwertransporter kommen

Rheda-Wiedenbrück (WB/cas). Erst am übernächsten Sonntag öffnen sich die Pforten für die vierwöchige Skulpturen-Ausstellung im Mertenshof am Moorweg. Doch die meisten Künstler haben ihre Werke hier schon aufgestellt.

Mertenshof-Galeristin Edeltraut Haut zeigt sich auch von Pierre Schumanns Skulptur »Kämpfende Vögel« sehr beeindruckt.
Mertenshof-Galeristin Edeltraut Haut zeigt sich auch von Pierre Schumanns Skulptur »Kämpfende Vögel« sehr beeindruckt. Foto: Uwe Caspar

So wie Wendelin Gräbener, der auf Balken befestigte Keramikfiguren präsentiert. »Der Mix von Garten und Park gibt der Ausstellung eine ganz persönliche Note«, zeigt sich der Osnabrücker von dem Ambiente angetan. Neben zwei entspannten Damen in Sommerkleidchen hat Gräbener eine Figur angefertigt, die er »Rasender König« nennt.

»Das könnte auch für einen Trump oder Erdogan gelten«

Unter dem Männlein mit Krone ist der legendäre Cäsar-Spruch »Veni, vidi, vici« (»Er kam, sah und siegte«) zu lesen. »Das könnte auch für einen Trump oder Erdogan gelten«, merkt Gräbener verschmitzt lächelnd an.

Seine Skulpturen kann sich ein Normalverdiener leisten, aber wohl kaum die von Pierre Schumann. Die Preise der Werke des vor zwei Jahren verstorbenen Bildhauers, der vor seinem Ableben vor zwei Jahren 30 Mal im Mertenshof ausstellte, gehen bis in den mittleren fünfstelligen Bereich.

Ein Schwertransporter brachte die Monumente nach Rheda-Wiedenbrück

»Der renommierte Künstler wäre jetzt 100 geworden. Ich bin stolz und glücklich zugleich, dass uns seine Familie 24 seiner Projekte zur Verfügung gestellt hat«, sagt die Galeristin Edeltraut Haut. Mit einem Schwertransporter wurden Schumanns mehrere hundert Kilogramm wiegenden Monumente aus Marmor, Stein oder Bronze von Schleswig-Holstein nach Rheda-Wiedenbrück gebracht.

Der Mertenshof ist eine feine Adresse

Der Mertenshof gilt inzwischen als feine Adresse. Für eine Fachzeitschrift ist diese Skulpturen-Stätte der »Boxenstopp zwischen Kassel und Münster«. Die bereits zum 5. Mal am Moorweg weilende Ingrid Dickschatz-Lorenz (Rhede/Mittelrhein) lobt: »Eine hochwertige Ausstellung, die zudem mit viel Liebe und Geschmack gestaltet ist.« Ein schönes Kompliment für Gastgeberin Haut.

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