Nur eines der Themen im Ausschuss Das Konzept für den Doktorplatz rückt näher

Rheda-Wiedenbrück (WB/jmg). Die Umgestaltung des Doktorplatzes steht auf der Tagesordnung der nächsten Bauausschuss-Sitzung am Donnerstag, 22. Juni (17 Uhr). Doch das ist nur einer von insgesamt 26 Programmpunkten. Das WESTFALEN-BLATT erklärt, welche Themen für Bürger besonders interessant sind.

Gegen die Leere: Auf dem Doktorplatz in Rheda-Wiedenbrück könnte bald etwas passieren. Der zentrale Punkte in Rhedas Innenstadt ist Thema im Bauausschuss.
Gegen die Leere: Auf dem Doktorplatz in Rheda-Wiedenbrück könnte bald etwas passieren. Der zentrale Punkte in Rhedas Innenstadt ist Thema im Bauausschuss. Foto: Jan Gruhn

Der Doktorplatz war bereits in vergangenen Sitzungen Thema, auch die Initiative um die Ex-Ratsherren Manfred Hegel, Klaus Bartscher und Peter Kliche hatte sich mehrfach öffentlich für eine Aufwertung des Platzes stark gemacht. Nun wird es ernst: Die Verwaltung schlägt vor, die Vorplanung zur Umgestaltung jetzt an drei Planungsbüros zu vergeben.

Eine der Kernfragen ist laut Sitzungsvorlage: »Welche Maßnahmen sind zu ergreifen, um wieder mehr Leben auf den Platz zu bringen?« Auf Basis der Vorentwürfe soll dann ein Konzept für die Nutzung zur Diskussion gestellt werden – inklusive einer Bürgerversammlung. Die neue Gestaltung soll im Einklang stehen mit dem übergeordneten Planungszielen. Denn wie schon für Wiedenbrück soll es auch in Rheda ein integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) geben.

Stichwort: Stadtentwicklung

Die Attraktivität des Stadtkerns soll gesteigert und Leerstände vermieden werden, so lautet die Zielvorgabe in der Vorlage. Für Wiedenbrück war so ein Stadtentwicklungskonzept bereits 2012 aufgestellt worden. Heute, fünf Jahre später, sind die angedachten Projekte laut Verwaltung weitgehend umgesetzt.

Aktuell werde noch die Planung für den Konrad-Adenauer-Platz auf den Weg gebracht. Für das ISEK soll ein externer Planer engagiert werden. Fünf Anbieter sollen aufgefordert werden, ein Angebot einzureichen.

Stichwort: Einzelhandel

Doch Stadtentwicklung lässt sich nur schwer realisieren, ohne den Einzelhandel einzubeziehen. Nachdem Rat und Ausschüsse in der Vergangenheit bereits mehrfach Bauantrage für Einzelhandel mit Verweis auf einen fehlenden Gesamtplan aufschieben mussten, dürfte es auf dieser Baustelle bald voran gehen. Denn der Ausschuss kann der Fortschreibung des Einzelhandelskonzeptes endlich den Weg frei machen.

Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates wäre damit ein etwa zwei Jahre andauernder Planungsprozess abgeschlossen. In der Ausschusssitzung wird zudem über drei Anträge aus dem Einzelhandel entschieden: ein Projekt an der Kolpingstraße und eines am Ostring. Gleiches gilt für die bauliche Nutzung des Wonnemann-Areals an der Hauptstraße .

Stichwort: Wohnungsbau

In der Juni-Sitzung des Bauausschusses wurde für den Bereich Auf der Wöste beschlossen, Wohnbebauung zu ermöglichen. Jetzt geht es darum, wie die Gebäude auszusehen haben. Der Ausschuss muss entscheiden, ob Flach- oder Satteldächer errichtet werden müssen. Laut Vorlage sind für das Plangebiet maximal zweigeschossige Bauten vorgesehen – mit nicht mehr als zwei Wohneinheiten pro Gebäude. Zudem soll »regional untypische« Gestaltung vermieden werden.

Auch auf der Fläche der ehemaligen Möbelfabrik Pflug zwischen Hellingrottstraße und der Straße am Zollbrett soll Wohnraum entstehen. Der Ausschuss wird über das weitere Verfahren entscheiden. Geplant ist laut Vorlage eine Mischung aus Einfamilien-sowie Doppel-, Ketten- und Geschosswohnungsbauten.

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