Ortstermin der Politiker im Herzen Wiedenbrücks: Einigkeit über Material Granitband zieht sich über den Platz

Rheda-Wiedenbrück (WB). Dass der Konrad-Adenauer-Platz im Herzen Wiedenbrücks bis zum Herbst aufwändig neu gestaltet werden soll, ist längst beschlossene Sache. Nur: Wie er genau aussehen wird und vor allem, welche Steine dafür genutzt werden, das stand bislang noch nicht fest.

Von Stefan Lind
Die detaillierte Planskizze macht deutlich, wie es künftig im Bereich rund um den Konrad-Adenauer-Platz mitten in Wiedenbrück aussehen wird. »Gewünscht ist ein möglichst freier Platz, der öffentlichen Raum darstellt«, so der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer.
Die detaillierte Planskizze macht deutlich, wie es künftig im Bereich rund um den Konrad-Adenauer-Platz mitten in Wiedenbrück aussehen wird. »Gewünscht ist ein möglichst freier Platz, der öffentlichen Raum darstellt«, so der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer.

Deshalb gab es am Donnerstag vor der Sitzung des Bau-, Stadtentwicklungs, Umwelt- und Verkehrsausschusses einen Ortstermin direkt neben der Eisdiele, mit Blick auf den Emssee, bei dem Vertreter der Verwaltung Gelegenheit erhielten, ihre Gestaltungsideen näher vorzustellen. »Auswahl des Materialkanons« war der Tagesordnungspunkt überschrieben.

Die Antwort fällt leicht: Linteler Brocken, Basalt und Granit, in wechselnden Zusammenstellungen, werden künftig das Bild bestimmen. Gerne hätten der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer und Inga Linzel, Fachbereichsleiterin Stadtplanung und Bauordnung, den Ausschussmitgliedern und interessierten Bürgern alle ausgesuchten Steine in großem Stil vorgeführt, doch ein Teil der Lieferung aus China war beim Zoll in Köln hängen geblieben. Warum denn von so weit weg geliefert werden müsse, kam prompt eine Frage. Der Betrieb sei zertifiziert, betonte Linzel, außerdem seien die Kosten 30 Prozent niedriger als bei Material aus Europa, das müsse man auch berücksichtigen. Insgesamt kostet die Neugestaltung 240 000 Euro, einen größeren Teil schießt das Land zu.

240 000 Euro soll die Umgestaltung kosten

Ein auffälliges Band aus Granit zieht sich quer über den Platz, der mit Bänken, einem Fahrradständer und anderen Elementen aufgewertet wird. Auch wenn die Eisdiele nicht mehr Toldo heißt und derzeit geschlossen ist, so wird sie in Kürze, geführt von einem neuen Pächter, wieder eröffnen. Dann werden dort spezielle Sitzgruppen für Kunden stehen.

Besonderer Hingucker soll natürlich der sogenannte Emsbalkon mit der Stufenanlage sein, der, wie es der Name schon andeutet, direkt bis zum Wasser führen soll. Auf Bohrpfählen entsteht eine Betonunterkonstruktion ähnlich einer Stadiontribüne. Als Sitzauflage ist in einigen Bereichen Holz vorgesehen, ebenso wie auf dem Platz. Das könne man in den kalten Wintermonaten problemlos einlagern, so Pfeffer. Am Rande des Platzes wird übrigens eine Bücherbox Platz finden, eine Spende des Rotary-Clubs. Ein zweites ­Exemplar kommt nach Rheda.

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