Fabrizio Toldo schließt im August seinen Traditionsbetrieb »Gutes Eis ist kein Hexenwerk«

Rheda-Wiedenbrück (WB). Ende August geht ein langes und äußerst leckeres Stück Wiedenbrücker Stadtgeschichte zu Ende: Fabrizio Toldo schließt seine Türen. Dann zieht es den Eismacher erst einmal nach Skandinavien.

Von Jan Gruhn
Noch gehen bei Fabrizio Toldo und seiner Frau Jutta jede Menge Eiskugeln über den Tresen. Im August soll aber Schluss sein. Der Eismacher schließt seinen Betrieb.
Noch gehen bei Fabrizio Toldo und seiner Frau Jutta jede Menge Eiskugeln über den Tresen. Im August soll aber Schluss sein. Der Eismacher schließt seinen Betrieb. Foto: Jan Gruhn

Die Tür ist noch keine 60 Sekunden geöffnet, schon kommen fünf Jugendliche herein und grübeln über der bunt bestückten Kühltheke. Schließlich entscheiden sie sich für Milchshakes und Hörnchen – um 10 Uhr morgens.

»Die waren vor einer Stunde schon mal hier und wollten ein Eis«, sagt Jutta Toldo. Ihr Mann Fabrizio kennt das, im Sommer herrscht in seinem Laden Hochbetrieb. »Schon mein Opa hat Eis gemacht«, erklärt der gebürtige Italiener – damals aber noch am Gardasee.

Die Reaktion seiner Kunden war absehbar: »Ihr müsst doch hier bleiben!« Er versteht das. Schließlich endet eine jahrzehntelange Tradition. Nicht nur Wiedenbrücker verbinden mit Fabrizios eiskalten Leckereien Geschichten ihrer Jugend. Die erste Verabredung, gute Zeiten mit guten Freunden, Dolce Vita an der Ems.

Viele kamen später mit ihren Kinder oder gar Enkelkindern wieder. Ein Mann, so erzählt der glühende Ferrari-Fan, sei sogar extra aus Wiesbaden angereist, als er hörte, dass Toldos schließen.

Mehr lesen Sie am Freitag, 1. Juli, im WESTFALEN-BLATT, Lokalteil Rheda-Wiedenbrück.

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