Erste Flüchtlingsbusse in Wiedenbrück angekommen Zwischen Angst und Aufatmen

Rheda-Wiedenbrück (WB). Manchmal erzählt eine abgegriffene Plastiktüte eine ganze Lebensgeschichte. So wie am Dienstag in Wiedenbrück. Es ist 16 Uhr, als die ersten beiden Busse mit Flüchtlingen auf dem Parkplatz an der Osterrath-Realschule eintreffen. Früher als angekündigt und früher als die Abwicklung der Aufnahme möglich ist.

Von Petra Blöß
Einen ersten Gesundheitscheck nahmen Ärzte des DRK vor. Dieser wurde direkt in den ankommenden Bussen durchgeführt, ehe die Flüchtlinge in den Aufenthaltsbereich vor der Turnhalle gelassen wurden.
Einen ersten Gesundheitscheck nahmen Ärzte des DRK vor. Dieser wurde direkt in den ankommenden Bussen durchgeführt, ehe die Flüchtlinge in den Aufenthaltsbereich vor der Turnhalle gelassen wurden. Foto: Petra Blöß

Männer, Frauen und Kinder bleiben in den Fahrzeugen sitzen, einen Fahrtbegleiter gibt es nicht, jemand der sie willkommen heißt und ein paar Erklärungen zur Wartezeit abgibt auch nicht.

Erschrecken bei den Frauen und Kindern dann, als zwei Ärzte des DRK-Kreisverbandes mit Schutzmasken in die Busse steigen. Ein erster optischer Gesundheitscheck, ein kurzer Hinweis: »Keine Angst, ich bin der Notarzt und werde sie kurz sichten.« Dann dürfen die Passagiere aussteigen.Sich erst einmal draußen aufstellen, Angst um die wenigen Habseligkeiten kommt auf.

»Was ist mit meiner Tasche?« fragt ein Mann. Kurze Diskussion der Einsatzleitung, dann werden die Gepäckstücke ausgegeben. Auch die abgegriffene Plastiktüte. Sie gehört einer Mutter mit einem Kleinkind. Das Kind schläft, die Mutter nimmt erleichtert ihre Tüte und die Getränke, die die freiwilligen Helfer reichen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie am Mittwoch in der Gütersloher Ausgabe des WESTFALEN-BLATTES.

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