Sanierung abgeschlossen: Herzebrocker Hallenbad öffnet bald wieder
Bessere Luft beim Baden

Herzebrock-Clarholz (WB). Fast 20 Jahre verrichtete die Lüftungsanlage im Herzebrocker Hallenbad brav und zuverlässig ihre Dienste: 365 Tage im Jahr und rund um die Uhr im Dauerbetrieb. »Es ist ein kleines Wunder, dass sie so lange durchgehalten hat«, meint Bürgermeister Marco Diethelm, der selbst ein begeisterter Schwimmer ist.

Donnerstag, 08.08.2019, 11:15 Uhr aktualisiert: 08.08.2019, 11:20 Uhr

Wenn das Hallenbad am 21. August nach rund einjährigem Umbau, Sanierungsarbeiten und gleichzeitiger Schließung wieder seine Pforten öffnet, wird hier – zur Freude der Besucher – eine neue Lüftungsanlage für buchstäblich besseres Klima sorgen. Das energiesparende, umweltfreundliche Nachfolgemodell reduziert den Stromverbrauch erheblich und kann etwa 80 Prozent der eingesetzten Heizwärme zurückgewinnen. Der Abbau der alten Anlage kam kurz vor knapp, denn bei ihrer Demontage offenbarten sich starke Verschleißerscheinungen. »Die Anlage sah ziemlich fertig aus, sie hätte jederzeit ausfallen können«, zeigt sich Marco Diethelm froh über den überfälligen Austausch.

Genutzt wird nun auch die Abluft des Rutschenturms in dem 1974 eröffneten Bad, das nach dem Klärwerk der zweitgrößte Energieverbraucher der Gemeinde ist. Dank der neue Lüftungstechnik wird sich aber der Verbrauch um rund 30 Prozent verringern.

Mit der eingesparten Energie nur für den Rutschenturm könnten mehrere Häuser ganzjährig beheizt werden.

Mit der eingesparten Energie nur für den Rutschenturm könnten mehrere Häuser ganzjährig beheizt werden.

Dass die vorübergehende Schließung länger dauerte als vorgesehen, lag nicht nur an der zum Teil schlechten Bausubstanz. Diethelm: »Wir hatten große Probleme mit der Statik.« So mussten unter anderem Betonpfeiler erneuert werden. Auch sei es schwer gewesen, Fachbetriebe für die erforderlichen Arbeiten zu finden. Dazu zählte auch die komplette Modernisierung der Toiletten, Umkleideräume und Duschen. Und auch ein dringlicher Wunsch des leitenden Bademeisters Sergej Litmann ist im Zuge des Umbaus nun in Erfüllung gegangen: Endlich steht ihm ein Geräteraum zur Verfügung.

Mit 1,2 Millionen Euro wurde der veranschlagten Kostenplan nur geringfügig überschritten. Allein die Installation der Lüftungsanlage (Diethelm: »Neben dem Becken das Wichtigste in einem Hallenbad«) schlug mit rund 400.000 Euro zu Buche. Vom »neuen« Hallenbad erhofft sich der Bürgermeister auch eine höhere Besucherzahl. Durchschnittlich 60.000 Gäste pro Jahr verzeichnet das Bad bisher. »Sie kommen auch aus Beelen und Harsewinkel«, berichtet Sergej Litmann, einer der insgesamt 14 Mitarbeiter.

Und ab September bietet das Herzebrocker Hallenbad erstmals eigene Schwimmkurse an. Die Nachfrage sei jetzt schon groß. Zusätzliche Einnahmen kann der Betreiber auch gut gebrauchen. Denn das jährliche Defizit soll um die 600.000 Euro betragen.

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