Harsewinkel
209 Fahrzeuge reichen nicht für Sperrung

Harsewinkel (rast) - Seit 2017 ist die Straße An der Egge in Harsewinkel ein Thema. Anwohner hatten eine Schließung für den Durchgangsverkehr in einem Antrag gefordert. Jetzt beschloss der Bauausschuss einstimmig, dass dafür keine Notwendigkeit besteht.

Samstag, 06.02.2021, 08:35 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 08:46 Uhr
Die Straße An der Egge wurde im vergangenen Jahr probeweise gesperrt. Für eine dauerhafte Lösung herrscht aber zu wenig Verkehr.

Die Entscheidung basiert auf dem Vortrag von Nikolai Sagemüller vom Kreis Gütersloh. Es bestehe keine außergewöhnliche Gefahr für Fußgänger, Radfahrer oder Kinder. Aktuell würde die Straße von 209 Autos täglich befahren. „Das ist nichts“, erklärte Nikolai Sagemüller. Aus Sicht des Planers handelt es sich dabei fast ausschließlich um Anliegerverkehr. Aber auch der Wert von knapp 600 Fahrzeugen sei im Normalfall kein Grund gewesen, die Straße zu sperren. 

In einer ersten Messung wurden 550 Fahrzeuge gezählt. In einer zweiten waren es 480 Kraftfahrzeuge. Mit dem Wert waren die Anwohner allerdings nicht zufrieden. Er sei wegen des Sturmtiefs 2018 nicht repräsentativ. „In der Spitze haben wir 591 Fahrzeuge gemessen“, beschreibt Nikolai Sagemüller das Ergebnis weiterer Messungen. Klar sei dabei aber auch gewesen, dass der Verkehr in dem Maß zugenommen habe, wie der Lückenschluss der A 33 vorangeschritten sei. Eine der Strecken zu den neuen Auffahrten sei An der Egge gewesen. 

Das Phänomen sei auch an anderen Stellen im Kreis Gütersloh zu beobachten gewesen. Seit der Lückenschluss hergestellt sei, habe das Verkehrsaufkommen an den signifikanten Stelen wieder abgenommen. Der Kreis Gütersloh hatte die Stadt Harsewinkel und die Politiker auch auf die Ursachen aufmerksam gemacht. Trotzdem wurde der Entschluss gefasst, einen Verkehrsversuch zu starten.

Also wurde die Straße im vergangenen Jahr vom 20. Juni bis zum 12. Oktober in der Nähe der Kölkebecker Straße mit rot-weißen Pfosten abgesperrt. Das Verkehrsaufkommen sank auf 120 bis 178 Fahrzeuge. Von den aktuell gemessenen 209 Autos sind laut Studie 16 Prozent dem Schwerlastverkehr zuzurechnen. Die probeweise Sperrung hatte aber auch Auswirkungen. 

Während des Versuchs verlagerte sich ein Teil des Verkehrs unter anderem auf die Beller Heide. Jedoch nicht so stark, wie es die Planer dachten. In dieser Zeit wurde auch die Meinung der Verkehrsteilnehmer eingeholt. „Es gab ein kontroverses Meinungsbild“, berichtet Nikolai Sagemüller.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7803410?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730032%2F
Polizei geht von Brandstiftung aus
Die Feuerwehr konnte den Brand nur von außen löschen und verhinderte so ein Übergreifen auf andere Hallen.
Nachrichten-Ticker