Harsewinkel
Ski-Club bleibt nach 50 Jahren auf Kurs

Harsewinkel (gl) - Das in diesen Corona-Zeiten so oft gebrauchte Wort „eigentlich“ gilt auch für den Ski-Club Harsewinkel. Denn eigentlich wollten die Mitglieder am Sonntag zünftig ihr Jubiläum feiern und auch den Ski-Basar öffnen. Daraus wird aus bekannten Gründen nichts.

Freitag, 04.12.2020, 15:37 Uhr aktualisiert: 04.12.2020, 16:32 Uhr

Aber ein Rückblick auf 50 bewegte Jahre im Schnee und abseits der Pisten ist zum Goldjubiläum Pflicht. Am 6. Dezember 1970 wurde der Ski-Club Harsewinkel von begeisterten Wintersportlern aus Harsewinkel gegründet. Zum Vorsitzenden wurde Paul Krumme gewählt. Ziel der Gemeinschaft war es, den Ski-Langlauf und die Abfahrt zu fördern. Erst mal ging es mit dem Bus ins Sauerland. Mehr als 60 Anmeldungen gab es am Gründungstag. Bei guter Schneelage fuhr der Bus nach Willingen oder Bödefeld. Ob die Fahrt stattfand, wurde durch gehisste schwarz-weiße Fahnen in Harsewinkel und Marienfeld kundgetan. So geschah es prompt am zweiten Weihnachtstag 1970, als sich die Clubmitglieder freudestrahlend zur längsten Piste des Sauerlands in Bödefeld aufmachten.

Das Interesse der Bürger am Wintersport wuchs. Die Mitgliederzahl stieg auf 130. Um fit auf die Piste und in die Loipe zu kommen, wurde Skigymnastik angeboten. Jugendliche genossen 1975 die erste Skifreizeit in Willingen-Usseln. Am Ende der Saison wurde eine Abschluss-Feier in Lehmanns Scheune organisiert. Der erste Ski-Basar fand erfolgreich im November 1977 statt. Nach zehn Jahren gab Paul Krumme den Vorsitz an Hartwig Becker ab und wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Der Ski-Club hatte inzwischen mehr als 240 Mitglieder. Die Winterfreizeiten für die Jugend führten zum Bayrischen Wald und ins Hochgebirge. Die Glasmalerei bei den Ferienspielen war beliebt.

Warm anziehen hieß es im Winter 1987. Im Sauerland wurden im Januar minus 27 Grad gemessen. Es gab aber auch Jahre ohne die erforderlichen Schneemengen. Die Winterfreizeiten des Vereins-Nachwuchses – fast ausschließlich nur noch im Hochgebirge – organisierte Jürgen Cassens. Erwachsene und Familien organisierten Fahrgemeinschaften nach Österreich und Südtirol. In Zusammenarbeit mit der TSG Harsewinkel ging es nun in die Dolomiten. Der Ski-Club wurde erwachsen.

Wasserski statt Glasmalerei

1995 feierten die Mitglieder mit ihrem Vorsitzenden Werner Bitter bei Musik und Tanz das 25-jährige Bestehen. Das Freizeitverhalten änderte sich, das Vereinsleben auch. Die Eltern fahren heute mit ihren Kindern zum Wintersport. Meistens fährt man weiter als zu den Skiliften im Sauerland. Die Schüler- und Jugendfreizeiten wurden eingestellt. Die Glasmalerei in den Ferien ist auch kein Reißer mehr. Stattdessen ist Wasserski angesagt.

Heute lebt der Ski-Club Harsewinkel von der weiterhin beliebten Skisafari nach Südtirol mit Top-Hotel, kurzer Entfernung zu den Liften, Abstechern zu anderen Skigebieten in den Dolomiten und – nicht zu vergessen – den Après-Ski-Aktivitäten. Kaum verwunderlich, dass sich auch neue Teilnehmer in der Gemeinschaft schnell wohlfühlen.

 Genutzt werden auch Vereinsangebote für „Schnee-Muffel“: In den Sommermonaten wird am Abend geradelt, aber auch Mehrtagestouren sind beliebt. Frühjahr und Herbst sind ideal für Wanderungen. Geblieben sind die Skigymnastik und – mit Ausnahme der Corona-Zeit – die Abschlussfeier nach der Saison.

Der Ski-Club will dem Leitgedanken der Gründungsmitglieder – Bewegung an der frischen Luft sowie geselligem Miteinander – weiterhin treu bleiben, wie es in der Mitteilung zum Jubiläum heißt. Immerhin sei trotz der Pandemie gemeinsames Radeln und Wandern in frischer Luft möglich gewesen. Die Hoffnungen richten sich darauf, dass die geplante Skisafari im Januar stattfinden kann.

Wer Interesse an den Aktionen des Ski-Clubs Harsewinkel hat, findet nähere Informationen unter www.ski-club.harsewinkel.de.

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