Harsewinkel
Reinigungsgerät fällt bei Prüfung durch

Harsewinkel (upk) -  Das Luftreinigungsgerät zu Testzwecken, das die Verwaltung in der Sitzung des jüngsten Schulausschusses vorgestellt hatte, ist bei der praktischen Prüfung durchgefallen. „Wir halten das Gerät für unsere Klassenräume für ungeeignet“, heißt es in einem Schreiben der Verwaltung.

Mittwoch, 02.12.2020, 16:18 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 16:46 Uhr

Der Grund: Der empfohlene Luftdurchsatz von fünf- bis sechsmal pro Stunde werde nur auf höchster Stufe generiert. Deswegen scheide das Gerät somit wegen der Lautstärke aus. Wie berichtet, wurde das Gerät bereits in der Sitzung Hauptausschusses vor zwei Wochen getestet. Schon damals hatte sich die Verwaltung gegen eine Anschaffung für jeden Klassenraum ausgesprochen.

Die ursprünglich angedachte Möglichkeit der Förderung über das Land scheide leider aus, so die Information, da das Programm die Förderung für die Klassen, in denen natürliche Lüftung über die Fenster möglich ist, nicht vorsieht.

Deutlich geeigneter scheint ein Gerät zu sein, das Peter Gödde kürzlich im Reinhard-Mohn-Kolleg besichtigt hat. Dieses Luftreinigungsgerät schafft auf mittlerer Stufe den sechsfachen Luftdurchsatz. Ertüchtigt durch gekrümmte Stutzen, entsteht eine höhere Wurfweite der Luft in beide Richtungen – mit der Vermutung, dass eine komplette Durchspülung der Luft erreicht werden kann.

„Solche Geräte können ohnehin nur die Raumluft filtern“, so der Fachmann. Sie seien nicht in der Lage, CO2 abzuscheiden, so dass auch mit den Geräten eine Belüftung der Räume notwendig ist. „Man muss in den Klassen nur dann lüften, wenn es nötig ist“, erklärte Gödde.

Da man eine Korrelation der CO2-Konzentration und der Aerosolbelastung eines Raums unterstellt, hat die Stadt Harsewinkel für die Klassen- und Kursräume aller Schulen sogenannte CO2-Messgeräte angeschafft, die aller Voraussicht nach in dieser Woche geliefert werden. Diese geben bei 1500 PPM (Parts per Million) einen Warnton ab, der die Nutzer auffordert werden, stoß zu lüften.

In den Sporthallen der Stadt wurde festgestellt, dass eine Nachrüstung der vorhandenen raumlufttechnischen Anlagen mit Hepa-14-Filtern technisch nicht möglich ist. Die Anlagen wurden daraufhin regelungstechnisch so eingestellt, dass sie 100 Prozent Außenluft und keine Umluft mehr fahren.

Weiter teilte die Verwaltung mit, dass für die Marienturnhallen ein Förderantrag an das Land gestellt wird – mit dem Ziel der Komplettsanierung. Darin enthalten ist auch die Erneuerung beider Lüftungsanlagen nach der aktuellen Ökodesign Richtlinie. Eine weitere Info: Die RLT-Anlage in der Dreifachturnhalle wurde bereits im vergangenen Jahr nach der aktuellsten Ökodesign Richtlinie erneuert.

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