Harsewinkel
Abenteuerspielplatz bleibt, wie er ist

Harsewinkel (jau) - Mit einem rot-weißen Flatterband hat der stellvertretende Bauhofleiter Karl-Heinz Toppmöller am Mittwoch den Bereich gekennzeichnet, auf dem die Adventure-Golf-Anlage entstehen sollte. Nämlich dort, wo die Kinder  vergnügt auf dem Abenteuerspielplatz im Moddenbachtal herumsausen.

Donnerstag, 08.10.2020, 17:57 Uhr aktualisiert: 08.10.2020, 18:46 Uhr

Bei strömendem Regen machten sich die Ratsmitglieder vor der Sitzung ein Bild von dem rund 3000 Quadratmeter großen Bereich, den der Investor favorisiert. Das Urteil der Lokalpolitiker: „So wollen wir das nicht.“ 

Eltern und Kinder lieben das Spielareal

Quer durch alle Fraktionen war klar, dass man den Spielplatz so belassen möchte, wie er ist. Viel zu gut wird der Spielbereich mit Matschanlage von den Minis frequentiert. Viel zu schön ist der Abenteuerspielplatz angelegt, als dass man ihn auseinanderreißen und an anderer Stelle wieder aufbauen möchte. Viel zu sehr schätzen die Eltern die Lage des Spielareals und die Schatten spendenden Bäume dort. 

Stadt soll mit Investor nach Alternativen suchen

Bei drei Enthaltungen wurde einstimmig beschlossen, dass diese Fläche dem Investor aus Marienfeld nicht für sein Vorhaben zur Verfügung gestellt wird. Allerdings lehnen die meisten Ratsmitglieder die Pläne nicht komplett ab, nur eben an diesem Standort. Deshalb soll die Stadtverwaltung jetzt weitere Gespräche mit dem privaten Investor führen, um eine alternative Lösung zu finden. „Wir sollten das Thema nicht aus den Augen verlieren.“ Darin waren sich die Fraktionssprecher Dr. Angelika Wensing (CDU) und Reinhard Hemkemeyer (SPD) einig. 

Grüne gänzlich gegen Adventure-Golf

Nur die Grünen sind gänzlich dagegen, das Moddenbachtal einem Investor für private  Zwecken zur Verfügung zu stellen. Fraktionssprecherin Brunhilde Leßner: „Es ist wertvolles städtisches Gelände. Das Moddenbachtal sollte allen Bürgern frei zugänglich sein. Außerdem lehnen wir die flächenmäßige Reduktion des Kleinkindspielbereichs um 50 Prozent und die Einengung des Abenteuerspielplatzes ab.“ Für ihre Fraktion habe der Spielplatz eine höhere Wertigkeit, weil er eintrittsfrei sei – im Gegensatz zur geplanten Adventure-Golf-Anlage. 

„Das Ding ist an dieser Stelle einfach zu groß“

Sozialdemokrat Reinhard Hemkemeyer warnte ebenfalls davor, den beliebtesten Spielplatz der Stadt zu zerschlagen. Außerdem sieht er einen 1,20 Meter hohen Zaun kritisch, der die Golfanlage vom Spielplatz abtrennen würde.

 Das Ding ist an dieser Stelle einfach zu groß“, so argumentierte Christdemokratin Angelika Wensing gegen die Adventure-Golf-Anlage an diesem Standort. Grundsätzlich bewertet sie das Vorhaben aber positiv.

Die Suche nach alternativen Standorten

Und wo gibt es alternative Standorte? Im Raum steht immer noch der Freibad-Ersatzparkplatz an der Skateranlage. Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Toppmöller hatte die Umsetzung der Skateranlage und eine Umgestaltung des Hundeplatzes angeregt. Ideen gibt es auf jeden Fall genug.

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