Harsewinkel
Zeitliche und finanzielle Punktlandung

Marienfeld (rast) - „Das war ein bisschen wie die Reise nach Jerusalem.“ Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide (SPD) hat am Mittwoch die langersehnte Fertigstellung des Trockendocks präsentiert. Damit kann die evangelische Kirche als Trägerin des Jugendzentrums in eine geordnete Zukunft blicken.

Mittwoch, 09.09.2020, 17:39 Uhr aktualisiert: 09.09.2020, 18:46 Uhr

Laut der Bürgermeisterin hat eine Frage immer im Raum gestanden: Wie teuer darf es denn werden? „Als wir gehört haben, dass die Mittel bewilligt sind, haben bei uns die Sektkorken geknallt“, beschreibt Pfarrer Martin Liebschwager die damalige Situation. 

Stadt Harsewinkel muss nur einen Bruchteil bezahlen

Mitte Januar wurde mit dem Bau begonnen. Der 156 Quadratmeter große Anbau an die Sporthalle an der Straße Im Kreuzteich hat 398.000 Euro gekostet. 

Davon muss die Stadt Harsewinkel nur einen Bruchteil bezahlen. Wie Monika Ricke aus der Verwaltung aufzählt, kommen 313.000 Euro aus Landes- und Bundesmitteln sowie 50.000 Euro aus dem Topf des Kreises Gütersloh. 

„Das ist ein Granatenkurs“

Doch sind knapp 400.000 Euro nicht etwas happig für den Neubau? Peter Gödde vom Hochbauamt verneint das. Mehr bekomme man nicht fürs Geld. Schließlich sei mit dem Klinker auch eine hochwertige Fassade gewählt worden. 

Der Bau eines Einfamilienhauses koste rund 3000 Euro pro Quadratmeter. Beim Trockendock lägen die Quadratmeterkosten bei rund 2550 Euro. Peter Gödde: „Das ist ein Granatenkurs.“ 

Noch vor dem Zeitplan fertiggestellt

Zudem sei das Vorhaben vor dem Zeitplan fertiggestellt worden. Der Grund: Durch Corona seien den Bauunternehmen Aufträge weggebrochen. Deshalb hätten sie eher Zeit gehabt. „Auch finanziell war es eine Punktlandung. Es war sogar noch etwas Geld übrig, so dass wir noch eine neue Küche bestellt haben“, erzählt Peter Gödde. Eine neue Theke saß jedoch nicht mehr dran. 

Und ruckzuck entbrannte auf dem Pressetermin die Diskussion darüber, ob die Kosten für die Theke auf den Deckel der Stadt oder den der Trägerin, die evangelische Kirchengemeinde, gehen. Der Lieferant der Küchenzeile hat eine Thekenlösung für 1500 Euro angeboten. 

Angrenzende Sporthalle soll demnächst saniert werden

„Das Büro wird ja auch von der Stadt eingerichtet“, argumentierte Martin Liebschwager. Peter Gödde hielt dagegen: „Der Träger zahlt keinen Pfennig für die Nutzung des Hauses.“ Schließlich beendete die Verwaltungschefin die kleine Debatte: „Es wird eine Lösung geben.“ 

Fakt ist: Demnächst soll noch die angrenzende Sporthalle saniert werden – also sobald die nötigen Fördergelder aufgetan sind. Unter anderem sollen die sanitären Anlagen überarbeitet werden, energetisch soll etwas getan werden und das Lichtband im Dach soll erneuert werden. 

Der Komplex Trockendock, Sporthalle, Schule und Kindergarten läuft unter dem Oberbegriff „Mehrgenerationenzentrum“.

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