Harsewinkel
Großes Polizei-Aufgebot in Harsewinkel

Harsewinkel (jau) - Das große Polizeiaufgebot am Mittwochvormittag auf dem Rathausplatz hat bei manch einem Passanten im Zentrum Verwunderung ausgelöst. Dort standen sechs Mannschaftsbusse aus dem Bereich Mönchengladbach. Diese Zeitung hakte im Harsewinkeler Rathaus nach.

Mittwoch, 01.07.2020, 18:59 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 19:16 Uhr

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide: „Ab dem 3. Juli, 0 Uhr, gilt die Quarantäneanordnung für alle Personen, die vom 3. bis zum 17. Juni mindestens an einem Tag auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies in Rheda-Wiedenbrück tätig waren, sowie für alle, die mit den Personen in häuslicher Gemeinschaft leben.“ Das besage die Allgemeinverfügung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes vom 30. Juni, die bis zum 17. Juli gelte.

Viele müssen in Quarantäne bleiben

Sie ersetzt die Quarantäneanordnung des Kreises, die am 2. Juli, 24 Uhr, außer Kraft tritt. Das heißt im Klartext: Viele müssen in Quarantäne bleiben. Manch ein Betroffener hatte gehofft, dass mit Ablauf des 2. Juli die Quarantäne vorbei ist. Das ist aber nicht so – und das löst bei vielen Frust aus.

Unterstützung für das Ordnungsamt

Daher wurde das Ordnungsamt am Mittwoch bei der Zustellung von Quarantänebescheiden von der Bereitschaftspolizei unterstützt. In Harsewinkel und kreisweit. „Bisher sind die Betroffenen kooperativ gewesen. Je länger die Quarantäne dauert, umso mehr sind Geduld und Verständnis auf die Probe gestellt. Die jetzige Anordnung wird viele Betroffene enttäuschen“, so die Bürgermeisterin.

Am Mittwoch  zunächst 17 Bescheide zugestellt

Am Mittwoch wurden in Harsewinkel zunächst 17 Bescheide zugestellt, mit denen Personen aus der Quarantäne entlassen werden. Das sind Personen, die infiziert waren, deren Erstnachweis des Erregers schon länger als 14 Tage zurückliegt und die seit 48 Stunden symptomfrei sind. Diese Personen gelten als nicht mehr ansteckend. „Gleichzeitig gibt es im selben Haushalt Personen, deren Quarantäne noch nicht aufgehoben ist. Manche Quarantäne dauert auch länger als 14 Tage“, so das Stadtoberhaupt. Selbst in Haushalten, in denen bisher alle Personen negativ getestet seien, müssten noch alle Personen in der Quarantäne bleiben.

„Es soll festgestellt werden, welcher Haushalt aus der Quarantäne entlassen werden kann“

Die Quarantäne könne laut Ministerium erst dann aufgehoben werden, wenn für alle ein negatives Testergebnis von frühestens dem 14. Tag nach dem letzten bekannten Kontakt zu einem Infizierten oder dem letzten Arbeitstag auf dem Firmengelände vorliege. Sabine Amsbeck-Dopheide: „Auch bei negativen Tests vor dem 14. Tag kann es sein, dass eine Person unerkannt positiv war und andere infiziert hat. Die Personen in solchen Haushalten werden in den nächsten Tagen durch die mobilen Teams des DRK getestet. Dadurch soll festgestellt werden, welcher Haushalt aus der Quarantäne entlassen werden kann.“

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7476770?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730032%2F
Hitler-Parodie auf Handy: Polizistin zu Unrecht beurlaubt
„Weihnachten mit Hitler“ heißt die Parodie, von der ein Polizist einen Screenshot verschickt haben soll. Foto: Youtube Foto:
Nachrichten-Ticker