Harsewinkel
Strategien schützen vor mehr Chaos

Harsewinkel (upk) - Überquellende Kleiderschränke, randvolle Keller und Schubladen, die aufgeräumt werden müssen: Der gute Wille, auszusortieren, ist bei vielen Menschen da. Was ihnen fehlt, ist die richtige Strategie.

Donnerstag, 05.03.2020, 17:25 Uhr aktualisiert: 09.03.2020, 11:19 Uhr

Hilfe verspricht der Workshop „Aufgeräumt aufräumen“, zu dem die Volkshochschule (VHS) am Dienstag in die Harsewinkeler Gesamtschule eingeladen hatte.

Dozentin des Kurses, der mit vier Teilnehmern in überschaubarer Runde stattfand, war Myriam Hernandez (Bild). Sie sollte den Teilnehmern zeigen, wie sie ihre Wohnung systematisch und nachhaltig aufräumen.

 „Wo und wie beginnt man am besten? Geht es Ihnen auch so, dass Sie aufräumen, aber das Gefühl haben, dass das Chaos schnell zurückkommt und Sie mit dem Aufräumen nie fertig werden, weil Reste übrigbleiben?“, heißt es in der Einladung.

Die Kursleiterin steigt mit einem kleinen Brainstorming zum Aufräumen ein: Umzugskisten mit Papierkram und Aktenordnern, Kleidung, zugemüllte Keller, überflüssige und defekte Elektrogeräte, Dekorationsartikel, Bücher und Erinnerungsstücke.

Die Teilnehmer wussten, wovon sie sprachen und berichteten über eigene „Baustellen“: Während Lisa sich mit einem Kleiderschrank rumschlägt, von dem nur ein Fünftel getragen wird, beklagte Doris ihren übervollen Keller und die Sammelleidenschaft ihres Partners. Beschrieben wird die Methode in zwei Ratgebern.

Um das Thema strukturiert anzugehen, habe sie sich von den Büchern „Magic clearing“ von Marie Kondo und „Aufgeräumt macht glücklich“ von Katherine Gibson inspirieren lassen, so Myriam Hernandez. Während Kondo mit ihrer puristischen Einstellung alles rauswirft, was nicht in ihr Leben passt, geht Gibson das Ganze spielerisch an. Sie thematisiert zusätzlich zu materieller auch die geistige und emotionale Unordnung.

Im zweiten Teil des Workshops stand die Methode im Fokus: Ausmisten nach fünf Kategorien. Das verlangt eine gewisse Rigorosität und sollte Schritt für Schritt bewältigt werden. Nach Schwierigkeitsgrad sortiert geht es um Kleidung, Bücher, Schriftstücke, Kleinkram und Erinnerungsstücke. „Und darum, das Leben zu ordnen“, sagt Hernandez.

In der letzten Kategorie „Erinnerungsstücke“ empfiehlt die Dozentin, sich von allem zu trennen, was einen belastet (böse Briefe) und ungute Gefühle hinterlässt. Apropos: Ihr Tipp, im Kleiderschrank nur noch ein Drittel der Kleidung übrig zu lassen.

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