Harsewinkel „Overbeck“ inspiziert Harsewinkel

Harsewinkel (gg) - Deutschlands coolster Fernsehkommissar Lars Overbeck alias Roland Jankowsky hat Harsewinkel einen Besuch abgestattet. Das Forum der Volkshochschule (VHS), unterstützt von der Stadtbücherei St. Lucia und der Sparkasse Gütersloh-Rietberg, hatte den Schauspieler eingeladen.

Am Freitagabend las der 54-Jährige in der ausverkauften Aula des Gymnasiums vor 300 Besuchern Auszüge aus seinem im Februar 2019 erschienenen Buch „Waffe weg, Over…!“.

Als Chansonsänger unterwegs

260 Seiten humoresker Kurzkrimis verschiedener Autoren, aus denen Roland Jankowsky – seit 1998 Kommissar Lars Overbeck in der Münsteraner Wilsberg-Krimiserie – auszugsweise vorlas.

Zwischendurch plauderte er über seine Arbeit als Schauspieler, erzählte, dass er als Chansonsänger aktiv ist, ließ gelegentlich sein Alter Ego „Kommissar Overbeck“ zu Wort kommen. Er signierte Bücher und posierte mit Fans wie Martina Rolf (48) aus Greffen, Dagmar Hübner (55) aus Marienfeld und Sonja Werner-Jennis (28) aus Dortmund für Selfies.

Von Gedicht bis Mafia-Erzählung

Gleich zu Beginn rügte er alle jungen Radler, die in der Dunkelheit ohne Licht am Rad unterwegs sind. „Wer ohne Licht bei uns in Köln erwischt wird, bekommt gleich von der Polizei ’ne Knolle.“ An die Eltern appellierte er, ihre Kinder zu drillen, nicht ohne Licht am Rad zu fahren.

Nicht nur das Kettensägenmassaker aus Beate Glasers Kurzkrimi „Publikumsverkehr“ und „Dumm gelaufen in Damme“ von Rolf Kramp las Jankowsky vor. Auch das eher skurrile Gedicht „Jemand muss Frau Kimmel töten“ von Rolf Kramp und die Mafia-Erzählung „Schwäbische Henkersmahlzeit“ von Angela Esser wusste er lebhaft zu inszenieren.

Handyklingeln und Flaschenklappern spontan in Erzählung eingebaut

Mit welcher Spannung die Zuhörer Jankowsky an den Lippen hingen, zeigte sich, als plötzlich das Mikrofon eine ohrenbetäubende Verzerrung produzierte. „Ich sehe schon die Schlagzeile ‚Schauspieler erleidet Herzinfarkt in Harsewinkel‘. Zum Glück ist es nicht dazu gekommen“, schmunzelte der TV-Kommissar. Er ließ ein leises Handyklingeln genauso spontan in seine Erzählungen einfließen, wie eine umgefallene Flasche.

Insgesamt ein gelungener Abend für Krimifans, die überraschende Wendungen, unerwartete Endungen, tollen Wortwitz aber auch eine gut dosierte Portion Humor und Amüsement zu schätzen wissen. Das Publikum belohnte Overbeck – oder Roland Jankowsky – mit tosendem Applaus für seine Darbietung.

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