Harsewinkel
Große Lösung für Kolpingheim geplant

Greffen (rz) - Im offiziellen Sprachgebrauch ist das ehemalige Greffener Kolpingheim nicht mehr existent. Formal ist das alte Backsteingebäude der benachbarten St.-Johannes-Schule zugeordnet. Doch in Zukunft werden auch mehrere örtliche Vereine im Kolpingheim ein- und ausgehen.

Montag, 03.02.2020, 17:35 Uhr

Die Grundschule beansprucht lediglich einen größeren Bereich: als Ruheraum für die Schüler im Rahmen der Randstundenbetreuung, die in Greffen seit Jahren erfolgreich praktiziert wird und deren Träger der Förderverein ist. Daneben haben auch der Spielmannszug und die Kolpingsfamilie im Dachgeschoss ein Nutzungsrecht.

Räume in schlechtem baulichen Zustand

Die Details der Kooperation zwischen Schule und Vereinen wurden Mitte Dezember im Rahmen eines Abstimmungsgesprächs abgeklärt. „Sowohl schulische wie auch vereinsbedingte Nutzungen lassen sich nach Aussagen der Betroffenen ohne Probleme kombinieren“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung, die im Planungs- und Bauausschuss auf dem Prüfstand stand.

Vor einer gemeinsamen Nutzung muss eine Menge Geld investiert werden. Denn die Räume unter dem Dach des ehemaligen Kolpingheims befinden sich in keinem guten baulichen Zustand. An das Fachgremium ging die Aufforderung, das Geld für die Sanierung und Modernisierung zu stellen. Und die Politiker ließen sich nicht lumpen: Sie bewilligten mit den Stimmen aller Fraktionen einen Betrag von insgesamt 85.000 Euro, der im Haushalt 2020 für das Projekt bereitstehen soll.

„Pinsellösung“ kam nicht in Frage

Damit wird die „große Lösung“ für das Gebäude in Angriff genommen. Sie beinhaltet neue abgehängte Akustikdecken mit neuen Beleuchtungskörpern, einen neuen Bodenbelag in allen Räumen, Anstricharbeiten, eine neue Zugangstür vom Treppenhaus aus sowie eine Überarbeitung der Einbaumöbel.

Die mit etwa 38.000 Euro veranschlagte „Pinsellösung“, die lediglich eine Instandsetzung beinhalten würde, kam für den Planungsausschuss in der Sitzung nicht in Frage. Die Generallösung sei schon viele Jahre überfällig, schreibt Stadtplaner Reinhard Pawel in seiner Vorlage.

„In Hinblick auf die von der Schule und den Vereinen in Aussicht gestellte langfristig ausgerichtete Mehrfachnutzung der Räume sollte jetzt eine umfangreiche Modernisierung der Räumlichkeiten stattfinden“, heißt es weiter in der Stellungnahme. Rainer Kuhlmann (CDU) zeigte sich erleichtert, dass nun eine gute Lösung in Sicht sei. „Das Thema verfolgt uns schon lange.“

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