Harsewinkel
Heckerheide-Narren lassen es krachen

Marienfeld (gg) - Spitzenkarneval in Marienfeld: Mehr als 230 Feierfreudige in den schönsten Verkleidungen, närrische Lästermäuler in der Bütt, ein glücklicher Ehrenpräsident, fantastische Stimmung und gleich zwei Premieren haben die 61. Prunksitzung der Karnevalsgesellschaft (KVG) Heckerheide „Trockener Sand“ geprägt.

Sonntag, 16.02.2020, 15:48 Uhr

Über Stunden feierten Narren und Närrinnen  am Samstag im ausverkauften Saal des Waldschlösschens eine granatenstarke Karnevalsparty. Dabei legte nicht nur Präsident Hugo Brickenkamp, seit November als Nachfolger von Christian Fechtelkord in Amt, sondern auch die stellvertretende Präsidentin Dörte Muckhoff als Moderatorin bei der Prunksitzung eine gelungene Premiere hin.

„Ich bin so überglücklich, dass die Übergabe der Ämter so gut verlaufen ist und auch die Prunksitzung wieder so ein Knaller ist. Schön dabei ist, dass ich erstmals einfach so unbeschwert mitfeiern kann“, sagte der im November zum Ehrenpräsidenten ernannte Fechtelkord strahlend.

Ebenfalls ordentlich „Muffensausen“ hatte auch Andreas „der Berg“ Hanhart. Obwohl der ehemalige Landei-Frontsänger großes Publikum gewohnt ist, war er vor seinem Auftritt in Marienfeld vom Lampenfieber geplagt. „Das ist als Duo unser erster öffentlicher Live-Auftritt, und damit ist nun eben alles anders“, erklärte Hanhart, der mit Norbert Fechtelkord einen schwer umjubelten Auftritt ablieferte.

Mit den ersten Klängen der „Hüttensamba“ feierten die Jecken im brodelnden Hexenkessel der guten Laune. Bei „Leev Marie“, „Pocahontas“, „Frühstück“ und dem balladigen „Mein Westfalenland“ standen die Besucher zeitweise auf den Stühlen. Frei nach dem Motto „Reiß die Hütte ab“ tanzten, johlten und sangen die froh gelaunten Narren die Partykracher im Landeier-Stil mit.

„Marienfeld, ich habe dich feiern gesehen.“ Frei nach dem Vorjahreshit Cordula Grün präsentierten die Festorganisatoren der Karnevalsgesellschaft auch mit den Eheleuten Ludwig und Sandra Deitermann als „Heute-Journal“-Moderatoren Claus Kleber und Gundula Gause tolle lokale Unterhaltungsdienstleister. Die erklärten die ungeplant teurer werdende Freibadneugestaltung als „Griff ins Chlor“, sinnierten über scheinbar trendigen Parteienwechsel, verkündeten, dass in der Remise des Bürgerhauses vermutlich eine Flaschenpost eröffnet werde, und zeigten sich besorgt, dass immer mehr Marienfelder an Unterernährung litten.

Grund hierfür sei die neue Gottesdienstordnung, die gläubigen Kirchgängern nun das pünktliche Essen des Sonntagsbratens unmöglich mache. Gegen so viel Hunger helfe auch der Leib Christi nicht. „Bei Pastor Liebschwager von der evangelischen Kirche wäre das nicht passiert“, so Kleber und Gause unisono.

Reichlich Applaus

Eine Nachricht wert war der neu entdeckte Vorname Alexa in Greffen, scherzten Ludwig und Sandra Deitermann im Bezug auf die gleichnamige Disco. Am Ende gab es für die beiden Marienfelder genauso lautstarken Beifall wie auch für die Tänzer des KVSL Männerballetts aus Harsewinkel, die jungen Tänzerinnen von Dance Air und die Heckerheide Singers, bestehend aus Axel Streng, Brigitte Grosser, Inge Fechtelkord, Julia Fislake, Marion Thüte, Matthias Israel, Melanie Pollmeyer, Roswitha Pollmeyer und Susanne Hanfgarn. Ausgelassen coverten sie die steilsten Partykracher und versetzten die Besucher damit in den Dauerjubelmodus.

Zugaberufe und Beifall ernteten auch die Musiker vom Spielmannszug Marienfeld, Dirk Janssen in der Bütt, Witzonkel Martin Grothusmann und Jürgen Hanfgarn als Hausmeister vom Waldschlösschen, die stets die Lacher auf ihrer Seite hatten. „Wir sind erstmals hier und schwer begeistert. Hier kann man unbeschwert und wirklich super feiern. Wir sind im nächsten Jahr mit Sicherheit wieder dabei“, strahlten Sinja Huber und Carolin Menke aus Harsewinkel.

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