Harsewinkel
Umzug abgesagt - aber Harsewinkel feiert

Harsewinkel (jau) - Gerüchte, dass der Rosensonntagsumzug wegen des Sturms abgesagt wird, kursierten schon am Samstag auf dem Wochenmarkt. Der Präsident der Karnevalsgesellschaft Rote Funken, Stefan Meyer-Wilmes, ging zu dem Zeitpunkt noch davon aus, dass die fast 50 Wagen, Fußgruppen und Kapellen starten können.

Montag, 24.02.2020, 11:00 Uhr

Am Sonntagvormittag sah die Einschätzung nach einem Krisengespräch im Rathaus anders aus: „Der Umzug wird leider abgesagt“, betont der Präsident gegenüber der „Glocke“.

Erster Umzug in der Vereinsgeschichte, der wegen eines Unwetters abgesagt wird

Und er fügt hinzu: „Das ist der erste Umzug seit Mitte der 70er-Jahre, der wegen der schlechten Wetterprognosen in Harsewinkel nicht stattfinden kann.“ Das Risiko, dass etwas passieren könne, sei ihm einfach zu groß gewesen, so der Präsident, der die persönliche Haftung für Veranstaltungen wie diese trägt. Denn: Die Roten Funken sind die alleinigen Verantwortlichen des Rosensonntagsumzugs, der aber eventuell im Frühjahr nachgeholt werden soll.

Jecken lassen sich nicht abschrecken

Die Bauhofmitarbeiter bauten bereits gegen 11 Uhr die am Morgen aufgestellten Absperrungen in der Innenstadt ab. Derweil verbreitete sich die Nachricht, dass der Umzug abgeblasen wird, am Sonntagmorgen schnell in der Stadt. Davon ließen sich aber viele Harsewinkeler, Marienfelder und Greffener Jecken nicht die Stimmung vermiesen. Auch wenn die Straßen im Zentrum unter anderem wegen des Dauerregens wie leergefegt waren, trafen sich viele Narren mittags erst privat, um es dann in den Kneipen weiter krachen zu lassen.

Überall war es gut gefüllt bis brechend voll

Michael Bergholz vom Ordnungsamt informierte nach einer zweiten Besprechung die Wirte, dass sie mit den Karnevalspartys eher als geplant starten können – nämlich schon ab 14 und nicht – wie angedacht – erst ab 16 Uhr. „Schön, dass wir ab 14 Uhr im Saal loslegen können“, sagt Anne Poppenborg vom gleichnamigen Hotel-Restaurant. Im Vielfalt wurde schon ab 13.30 Uhr das Spiel Arminia Bielefeld gegen Hannover 96 übertragen, bei dem sich die DSC-Anhänger närrisch freuen konnten. Die Partie ging 1:0 aus. Edge Heitmann drehte den Zapfhahn in der Wilhalm-Scheune auch schon um 14 Uhr auf. Und überall war es am frühen Abend bereits gut gefüllt bis brechend voll. Helau! Um 15 Uhr gab es noch eine dritte Lagebesprechung zwischen dem Veranstalter Dominik Klima (Noa-Entertainment), den Roten Funken und der Stadt. Mit dem Ergebnis: Die zwei Zelte – am Rathaus und beim Schwatten – durften um 16 Uhr öffnen. Gegen 17 Uhr waren im Rathauszelt nur gut 50 Jecken. Beim Schwatten war das Zelt zu der Uhrzeit zu gut zwei Dritteln gefüllt.

„Kostenmäßig wird das natürlich Auswirkungen haben“

Stefan Meyer-Wilmes konnte am Sonntag allerdings noch nicht beziffern, wie hoch die finanziellen Verluste durch den abgeblasenen Umzug für die Harsewinkeler Karnevalsgesellschaft am Ende sind. „Kostenmäßig wird das natürlich Auswirkungen haben. Allerdings sind die vorherigen Karnevalsveranstaltungen am Donnerstag, Freitag und Samstag alle super gelaufen“, so der Präsident. Das konnte auch Veranstalter Dominik Klima so unterschreiben.

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