In Harsewinkel und Marienfeld sollen zwei neue Einrichtungen gebaut werden
Noch immer fehlen Kita-Plätze

Harsewinkel (WB). Obwohl erst vor kurzer Zeit zwei viergruppige Kindergärten in Harsewinkel und Marienfeld eröffnet wurden, fehlen weiterhin Kindergartenplätze in der Mähdrescherstadt. Zwei weitere Einrichtungen sollen gebaut, zusätzlich eine weitere halbe Gruppe in Greffen eingerichtet werden.

Samstag, 08.02.2020, 12:30 Uhr aktualisiert: 08.02.2020, 12:40 Uhr
Neu und farbenfroh ist der Kindergarten Bullerbü am Prozessionsweg. In direkter Nachbarschaft soll ein weiterer Kindergarten entstehen. Foto: Stefanie Winkelkötter

Ab dem Kindergartenjahr 2021/2022 werden in Harsewinkel nach Berechnungen des Kreisjugendamtes vier weitere Gruppen für Kinder von einem bis sechs Jahren benötigt. In Marienfeld fehlen ein bis zwei Gruppen, in Greffen eine halbe, die aber schon zum nächsten Kindergartenjahr 2020/2021. „Wir haben in Greffen Gespräche mit der katholischen Kirche und der Arbeiterwohlfahrt geführt. Die AWO möchte nicht erweitern, der Kindergarten ist gerade erst fertig und das Konzept ist auf zwei Gruppen ausgelegt. Die Kirche prüft aber, ob sie eine weitere halbe Gruppe einrichten kann und ist bereits dabei, zum 1. August nach einer Übergangslösung zu schauen“, erläuterte Marianne Tröster vom Kreisjugendamt am Donnerstagabend im Sozialausschuss.

Interessierte Träger stellen sich in Sondersitzung vor

Auch in Marienfeld und Harsewinkel wurde geprüft, ob weitere Gruppen an bestehende Einrichtungen angedockt werden können. „Das geht aber nicht“, teilte Tröster mit. „Daher haben wir uns entschlossen, zwei Kitas auszuschreiben, für Harsewinkel mit vier Gruppen, für Marienfeld mit zwei Gruppen.“ Es wird nun ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren gestartet, bei dem mögliche Betreiber über die Ausschreibung informiert werden und sich um die Trägerschaft quasi bewerben können. In einer Sondersitzung, die auf Donnerstag, 19. März, 17 Uhr, datiert wurde, sollen sich alle Interessenten vorstellen. Dann entscheidet sich, wer den Zuschlag bekommt. Marianne Tröster betonte, dass auch Betreiber wie der Verein Waldorfkindergarten Gütersloh oder die Kita Natura eG über das Verfahren informiert würden.

Keine Alternative „Auf den Middeln“

Für den Kindergarten in Harsewinkel scheint ein Standort bereits gefunden: direkt neben dem neuen Kindergarten Bullerbü am Prozessionsweg. Diese Konstellation fand Regina Meißner-Schlömer (SPD) „merkwürdig“: „Die Vorstellung, dass zwei verschiedene Träger zwei Kindergärten direkt nebeneinander betreiben, finde ich äußerst unglücklich.“ Sie regte an, andere Standorte zu überprüfen – was denn mit dem Gebiet Auf den Middeln wäre, ob es dort keine Alternative gebe?

Davon wollte Stadtplaner Reinhard Pawel aber nichts wissen. „Dort könnten wir höchstens im Bereich der Gewerbeflächen etwas machen, für das Wohngebiet müssten wir den Bebauungsplan wieder ändern, und das wäre nicht gut“, sagte er in Erinnerung an einen jahrelangen Rechtsstreit mit den Anwohnern, bevor die Planung in trockene Tücher gebracht werden konnte. Für das Grundstück am Prozessionsweg bestehe dagegen Baureife, dort könnte es schnell losgehen und angesichts der Tatsache, dass in der Nähe demnächst gleich drei neue Wohngebiete erschlossen werden sollen, mache dieser Standort aus Stadtplanersicht Sinn.

In Marienfeld soll gemeinsam mit dem Träger ein Grundstück oder eine Immobilie gesucht und gefunden werden. Denkbar wäre die städtische Fläche rechts neben der Sporthalle am Ruggebusch, hier besteht aktuell aber kein Baurecht.

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