Denn er darf in der Wilhalm-Scheune Karnevalspartys ausrichten Edgar Heitmann im Losglück

Harsewinkel (WB). Edgar Heitmann, Inhaber der Gaststätte „Zum Emstal – bei Edge“, wird an den Karnevalstagen in der Scheune des Gasthofes Wilhalm Karnevalspartys ausrichten. Dies teilt Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide in einer Vorlage zum Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsprüfungsausschuss mit, der am kommenden Mittwoch, 12. Februar, um 17 Uhr im Ratssaal tagt.

Von Stefanie Winkelkötter
Maximal 199 Personen werden in der Scheune des Gasthofes Wilhalm dabei sein, wenn Edgar Heitmann Ende Februar vier seine Karnevalspartys ausrichtet. Das Los entschied zugunsten des Inhabers der Gaststätte „Zum Emstal – bei Edge“.
Maximal 199 Personen werden in der Scheune des Gasthofes Wilhalm dabei sein, wenn Edgar Heitmann Ende Februar vier seine Karnevalspartys ausrichtet. Das Los entschied zugunsten des Inhabers der Gaststätte „Zum Emstal – bei Edge“. Foto: Stefanie Winkelkötter

Drei ebenfalls interessierte Wirte gucken in die Röhre

Heitmann hatte Glück, denn unter insgesamt vier interessierten Wirten hatte es einen Losentscheid gegeben. Pro Veranstaltungstag berechnet die Stadt ihm 250 Euro an Pacht. Dies, so die Bürgermeisterin, entspreche dem Wert, der vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband als ortsüblich mitgeteilt wurde. Heitmann wird zudem am Informations- und Motivationsabend „Wilhalm erhalten – mitgestalten“ am Dienstag, 11. Februar, den Thekendienst übernehmen. Die Kosten für die Getränke für die Teilnehmer des Ideenabends übernimmt dann die Stadt.

Auch die Roten Funken gehen leer aus

In ihrer Ausschussvorlage geht die Bürgermeisterin auch auf die Kritik ein, die die CDU-Fraktion in einem offenen Brief geäußert hatte und in der es darum ging, dass die Roten Funken ebenfalls das Ausschankrecht zu Karneval beantragt hatten, dass sie aber noch nicht einmal im Lostopf gewesen seien. Dazu erklärt die Bürgermeisterin, dass die Roten Funken in ihrem Antrag mitgeteilt hätten, dass sie einen professionellen Partner für die Ausführung beauftragen wollten. Dieser sei bei dem Treffen mit allen Wirten und Interessierten anwesend gewesen und habe an der Verlosung auch teilgenommen. Die Anwesenden hätten sich dafür ausgesprochen, dass der Gasthof bis zu einem endgültigen Konzept den heimischen Gastronomen und Veranstaltern vorbehalten bleiben solle und dass nicht Vereine damit Einnahmen erzielen sollten. Der Vorschlag, ein Losverfahren durchzuführen, sei von den Gastronomen und Veranstaltern gekommen.

Zudem wurde vereinbart, dass die Interessierten sich bei der Stadt melden werden, wenn sie in der Scheune Beerdigungskaffeetrinken, Familienfeiern oder Vereinsfeiern ausrichten möchten. Für weitere größere Veranstaltungen sollen erneut Losverfahren stattfinden.

Maximal 199 Menschen dürfen in der Scheune feiern

Die Stadt erteilt die Erlaubnis zur Nutzung für den jeweiligen Einzelfall. Aus Brandschutzgründen wird die Erlaubnis nur unter Auflagen erteilt. Maximal 199 Menschen dürfen in der Scheune feiern, da sie keine Versammlungsstätte ist. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass Vereine die Scheune nutzen, die Freiwillige Feuerwehr Harsewinkel zum Beispiel habe Anfang Februar dort ihren Kameradschaftsabend veranstaltet.

Sanierung der Scheune würde 80.000 Euro kosten

Für den Fall, dass die Scheune regelmäßig an heimische Gastwirte oder Eventveranstalter vermietet werden soll, müssten Brandschutz, Schallschutz, Statik, Haustechnik und Barrierefreiheit angepasst werden. Voraussichtliche Kosten: 80.000 Euro. Laut Beschlussvorschlag tendiert die Verwaltung aber dazu, diese Summe aktuell nicht zu investieren und die Scheune nur sporadisch zu vermieten, bis über eine endgültige Nutzung für den Gasthof entschieden ist.​

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