Diskussion über weitere Parkplätze am Frischmarkt Greffen Ehrenmal als würdiger Ort

Harsewinkel-Greffen (WB). Sie sei nun schon seit 31 Jahren im Stadtrat und noch nie habe sie sich so lange mit einem Tagesordnungspunkt befasst wie mit diesem, sagte Gunhild Hinney, Vorsitzende des Planungs- und Bauausschusses, in der jüngsten Sitzung, als es um die Parkplatzsituation am Frischmarkt in Greffen ging. Bekanntlich will der Marktleiter seinen Lebensmittelmarkt von derzeit 400 auf etwa 1000 Quadratmeter erweitern, dürfte auch bereits seit März 2019 bauen. Doch die Erweiterung führt auch zu einem höheren Bedarf an Parkplätzen. Nun soll der Vorplatz des Kriegerehrenmals an den Betreiber des Lebensmittelmarktes verpachtet werden, damit dieser dort seinen Kunden weitere Parkplätze anbieten kann. Dies hat unter den Greffener Bürgern zu Unmut geführt. Und über die Gestaltung der Parkplätze konnte bisher noch keine Einigung erzielt werden.

Von Stefanie Winkelkötter
Der Frischmarkt Greffen soll erweitert werden und benötigt dazu auch mehr Parkplätze.
Der Frischmarkt Greffen soll erweitert werden und benötigt dazu auch mehr Parkplätze. Foto: Gabriele Grund

Marktbetreiber hat ein Konzept vorgelegt

Der Marktbetreiber hat ein Konzept vorgelegt, nach dem er rund um das Ehrenmal 31 Parkplätze anlegen und vor dem Ehrenmal eine „Vorfläche“ in der Größenordnung der bisherigen Randbepflanzung erhalten möchte. Ortsheimatpflegerin Annette Niemeyder und Vertreter des Schützen- und Heimatvereins Greffen dagegen legten einen Alternativvorschlag vor, nach dem vor dem Ehrenmal auf vier Parkplätze verzichtet, stattdessen eine kleine Grünfläche mit abgrenzender Mauer oder Bepflanzung angelegt werden soll. Dieser Variante hat der Marktbetreiber allerdings (bislang) nicht zugestimmt.

Der Antrag des Marktbetreibers sei nachvollziehbar, aber das Ehrenmal sei ortsbildprägend und solle nicht „bis zum geht nicht mehr“ zugepflastert werden. „Das Ehrenmal soll im Ort etwas darstellen und muss vernünftig aussehen“, betonte Dieter Berheide (CDU). Er würde dem Betreiber nahe legen, seine Pläne noch einmal zu überdenken.

Hoffen auf einen Kompromiss

Die ganze Geschichte mit den Parkplätzen an dieser Stelle stoße vielen Greffenern sauer auf, wusste Frank Wesselmann zu berichten. Gerd Schnell hielt dagegen, dass viele Greffener den Markt für wichtig halten und dass man hoffe, einen Kompromiss zu finden, der alle zufrieden stellt.

Am Ende einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, in einem Beschlussvorschlag zu formulieren, dass ihnen die vom Marktbetreiber vorgeschlagene Abstandsfläche zu gering sei und dass man ihm, der Ortsheimatpflegerin und dem Schützen- und Heimatverein weitere 14 Tage einräume, um einen Kompromiss zu finden. Dann soll vermutlich der Stadrat final über das Thema entscheiden. Denn die Zeit drängt: Für die neuen Parkplätze müssen einige Bäume weichen – die zwar durch neue ersetzt werden –, und Baumfällarbeiten sind bekanntlich nur bis Ende Februar erlaubt.

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