24 neue Grundstücke werden im Gebiet Auf dem Venn I erschlossen
Anwohner müssen Bauverkehr ertragen

Harsewinkel-Greffen (WB/sw). Die Anwohner des Baugebietes rund um die Otto-Schmitz-Straße in Greffen werden damit leben müssen, dass der Bauverkehr für das neue Baugebiet Auf dem Venn I durch ihre Straßen rollen wird. Wie berichtet, hatten sie sich vor allem besorgt gezeigt , dass die derzeit 18 Kleinkinder durch den Baustellenverkehr stark gefährdet werden. Der Planungs- und Bauausschuss hat der Erschließung des Baugebietes auf diesem Weg am Donnerstagabend trotzdem zugestimmt. Mehrere Anwohner verfolgten die Diskussion.

Sonntag, 02.02.2020, 08:45 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 14:18 Uhr
Die Stadt will in Greffen ein weiteres Baugebiet erschließen. Auch in Marienfeld (Foto) entsteht neuer Wohnraum. Foto: Stefanie Winkelkötter

Es gehe darum, möglichst schnell die 24 Grundstücke auf den Markt zu bringen, um bauwilligen Familien die Chance auf ein Eigenheim zu ermöglichen, betonte Dieter Berheide (CDU). Der Ansturm der Anwohner sei verständlich, aber als deren Häuser gebaut wurden, hätten die Lkw schließlich auch irgendwo herfahren müssen. „Und die Häuser werden ja nicht alle schlagartig auf einmal gebaut, das ist verträglich.“

14 Interessenten stehen nur für Greffen auf der Liste

Bürgermeisterin Sabine Amsbeck-Dopheide erinnerte daran, dass der Bebauungsplan schon 2005/2006 beschlossen worden sei. „Der damalige Rat hat das Für und Wider erörtert und ist zu dem Schluss gekommen, dass man die Erschließung auf diesem Weg machen kann.“ Die Stadt habe 14 Interessierte auf der Liste, die in Greffen bauen wollen, und insgesamt 77, für die ein Bauplatz in Greffen, Marienfeld oder Harsewinkel in Frage komme. „Ist es richtig, ein überplantes Gebiet nicht zur Verfügung zu stellen, weil es unzumutbar ist, einen rechtlich geltenden Bebauungsplan umzusetzen?“, fragte sie rhetorisch.

Rainer Kuhlmann, selbst Greffener, sprach sich ebenfalls für die Erschließung über die Otto-Schmitz-Straße aus. „Greffen hat auf dieses Baugebiet gewartet. Und ein Dorf wie Greffen muss den Zuzug von jungen Leuten organisieren, denn der demographische Faktor schlägt erbarmungslos zu. Es geht um den Erhalt der Infrastruktur, und dieses Anliegen geht über partielle Interessen Einzelner deutlich hinaus.“

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