Stadt Harsewinkel strebt Vertragsverlängerung mit GEG an
Müll-Entsorgung wird teurer

Harsewinkel (WB/wes). Für die Müllentsorgung müssen die Harsewinkeler im nächsten Jahr etwas tiefer in die Tasche greifen. Ganz gleich ob Hausmüll, Sperrmüll oder Bioabfall – die GEG, die mit der Entsorgung beauftragt ist, hat an der Preisschraube gedreht.

Dienstag, 08.10.2019, 09:36 Uhr aktualisiert: 08.10.2019, 09:40 Uhr
Wer in Harsewinkel Sperrmüll entsorgen will, der muss sich eine Sperrmüllkarte besorgen, dann kommt die GEG zur Abholung vorbei. Oder aber selbst zum Recyclinghof in Harsewinkel fahren und den Müll dort gegen Gebühr abgeben. Foto: dpa

Die Stadt Harsewinkel hat dem Kreis Gütersloh die Entsorgungsaufgaben übertragen, die wiederum die GEG mbH (Gesellschaft zur Entsorgung von Abfällen) damit beauftragt. Der Kreis hat die Erhöhung der Entgelte für die Deponie- und Aufbereitungskosten aus den Kommunen ab Januar 2020 beschlossen. Mit der Begründung, dass zum einen höhere Kosten für Personal, Strom und Lkw-Maut für die Transporte anfallen, zusätzlich auch noch höhere Rückstellungen für die Deponienachsorge geleistet werden müssen.

Die Stadt Harsewinkel hat damit im nächsten Jahr rund 96.000 Euro mehr zu bezahlen, so dass die Bürger künftig für die Restmüll-Tonne im Durchschnitt fünf Prozent mehr zahlen müssen, für die Bio-Abfälle gar acht Prozent. »Um eine weitere Zunahme von illegalen Müllablagerungen entgegen zu wirken, werden Kostensteigerungen nur durch die Hausmüll-, Bioabfall und kommunale Sperrmüllentsorgung abgedeckt. Die Annahmeentgelte an den Recyclinghöfen und Entsorgungspunkten werden nicht angepasst«, erklärt die GEG um Andreas Meschede.

Vertrag verlängert sich automatisch um fünf Jahre

Bleibt noch zu entscheiden, ob die GEG auch weiterhin für die Stadt Harsewinkel die Beförderung von Restmüll, Sperrmüll und Bioabfällen ausführt. Denn der Vertrag zwischen Stadt und der GEG läuft Ende 2020 aus. »Die Vertragslaufzeit beider Vereinbarungen endet am 31. Dezember 2020. Sie verlängert sich automatisch um fünf weitere Jahre, sofern sie nicht mit einer Frist von zwölf Monaten gekündigt wird«, erläutert Christoph Dammann, Stadt Harsewinkel, das Prozedere.

Diese Entscheidung steht am Mittwoch, 9. Oktober im Betriebsausschuss zur Diskussion. Dammann: »Die Stadt hat durch die Übertragung des Aufgabenbereichs ›Abfallwirtschaft‹ an die GEG, diesen komplett ›outgesourct‹ und spart somit eigenes, zusätzliches Personal«, schildert der Fachmann die Entsorgungs-Situation.

Für die Sammlung und Beförderung von Abfällen unterliegt die GEG einer vereinbarten Preisliste mit der Stadt. Lediglich die Deponie- und Aufbereitungskosten steigen bei der GEG, und somit werden auch die Kosten für die Bürger bei der Müllentsorgung höher.

 

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