Vollsperrung endet in fünf Wochen – zwei Jahre Bauzeit sind um
Emsbrücken sind endlich fertig

Marienfeld (WB). Bald heißt es auf der Marienfelder Straße wieder »freie Fahrt«. Das zumindest verspricht Sven Johanning, Sprecher Straßen NRW, mit Blick auf die Fertigstellung der beiden Ems-Brücken. Fünf Wochen noch, dann sind auch zwei Jahre ins Land gegangen.

Mittwoch, 02.10.2019, 08:45 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 08:50 Uhr
Die Umflutbrücke ist bald fertig: Noch fünf Wochen wird die Marienfelder Straße in Richtung Clarholz voll gesperrt sein. Dann heißt es wieder: Freie Fahrt für die Autofahrer und die Radler. Denn auch die Straße und der Radweg werden saniert. Foto: Elke Westerwalbesloh

»Die fünf Wochen benötigen wir noch, um die Straße zu sanieren«, erklärt Johanning, dass der etwa zwei Kilometer lange Straßenabschnitt südlich der Quenhorner Straße bis zur B513 erneuert wird. Eigentlich keine große Sache, doch die Marienfelder und auch die Clarholzer warten ungeduldig auf die Durchfahrt.

Die Umflutbrücke hatte mittlerweile 70 Jahre auf dem Buckel

2017 wurde mit der Sanierung der Emsbrücke begonnen, ein Jahr später war die Emsumflutbrücke dran. »Die alte Brücke war so stark geschädigt, dass eine Instandsetzung nicht gelohnt hätte«, erläuterte Georg Steinmeier von Straßen NRW schon vor einem Jahr gegenüber dem WESTFALEN-BLATT. 1950 ist die Umflutbrücke gebaut worden und hatte mittlerweile 70 Jahre auf dem Buckel. Die Emsbrücke, die als erstes an der Reihe war, besteht schon seit 1937. Teilweise wurde der Beton an einigen Stellen offenbar nicht optimal verdichtet. »Nach acht Jahrzehnten ist der Verschleiß nicht mehr zu leugnen«, sagt Steinmeier mit Blick darauf, dass es nicht mehr tragbar war, auch nur einen Lastwagen über die Brücke fahren zu lassen.

Dass die Sanierung insgesamt zwei Jahre in Anspruch genommen hat, das ist für Johanning ganz schlüssig: »Wir konnten die Brücken nur nacheinander sanieren«, erklärt er, dass die Zufahrten zu den Anwohnern gewährleistet werden mussten. »Hätten wir komplett abgesperrt, dann hätte in einem Notfall kein Krankenwagen mehr die Straße passieren können«, verrät er. Auch die Zufahrt zur »Hüttings Mühle« musste möglich sein, weiß Johanning.

Straßen NRW hat für die beiden Brücken zwei Millionen Euro investiert

Insgesamt hat Straßen NRW für die beiden Brücken zwei Millionen Euro investiert. Die Radweglücke von der Heckerheide in Richtung Marienfeld bis zur neuen Talbrücke ist ebenfalls geschlossen worden. »Die Sanierung der Straße ist noch nicht eingerechnet«, sagt der Sprecher, dass noch die Ausschreibung laufe und er somit nichts über die Kosten sagen könne. »Wir arbeiten aber in vier Abschnitten«, berichtet Johanning schon mal über die Vorgehensweise. »Damit es für die Anlieger verträglich bleibt«, ergänzt der Sprecher. Da die Straße recht schmal ist, kommt Straßen NRW um eine Vollsperrung nicht herum – so sehen es die neuen Arbeitsschutz-Regeln für die Straßenbau-Mitarbeiter vor.

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